Kinder wurden nicht mitgenommen: Elterninitiative fordert Schulbus am Morgen

Vergangenen Mittwoch war der Bus zu klein, so dass fünf wartende Grundschüler an der Haltestelle Hülptingsen-Mitte nicht mehr mitgenommen werden konnten.
Foto: Reinhard Kroll

Etwa 40 Schulkinder warten am vergangenen Freitag, 22. August 2025, an der Haltestelle Hülptingsen-Mitte auf den Bus der Linie 930, der sie zur Grundschule in der Hannoverschen Neustadt oder der IGS Vor dem Celler Tor bringen soll. Keiner dieser Schülerinnen und Schüler kommt nicht in den Bus. Das war allerdings nicht immer so. Vergangenen Mittwoch blieben fünf Grundschulkinder im Wortsinn auf der Strecke: Der Bus war überfüllt, sie durften nicht einsteigen. Das war nach Angaben derer Eltern kein Ausnahmefall. „Aus diesem Grund gibt es hier in Hülptingsen eine Bus-Kinderrunde“, sagte heute Morgen Daniele Naujokat aus der gegründeten Elterninitiative. „Wir brauchen auch für die Fahrt hin zur Schule einen Schulbus.“ Ein Schulbus existiert zwar bereits, aber nur für die Rückfahrt nach Schulschluss. Neben Daniele Naujokat unterstrichen die Mütter Theresa Schugk, Sarah Buchholz und Leonie Siahatgar die Forderungen nach einem morgendlichen Schulbus. Zurzeit haben 49 Grundschulkinder aus Hülptingsen ein Busticket für ihren Schulweg.

Es sei auch Kontakt zum Busunternehmen regiobus Hannover GmbH, zum GVH und zur Region Hannover aufgenommen worden, erklärten die vier Mütter. „Aber wir haben oft nur unzureichend, teils schnippische Antworten bekommen.“ Es sei der Eindruck entstanden, dass weder die GVH noch die Üstra und auch nicht Regiobus ein Interesse daran hätten, dieses leidige Problem zu lösen. Die Tatsache, dass die Elternschaft in Hülptingsen gut vernetzt sei, könne dafür sorgen, dass nicht mitgenommene Kinder von Eltern zur Grundschule gefahren werden und pünktlich zum Schulbeginn in der Bildungseinrichtung sind. „Aber das kann auf Dauer keine Lösung sei“, sagt Daniele Naujokat. Das Kernproblem: Der Bus der Linie 930 kommt aus Uetze, und ist in der Regel in Hülptingsen, der letzten Haltestation vor Burgdorf, voll besetzt. Es müsse vom Busbetreiber berücksichtigt werden, dass durch das Neubaugebiet im Ort die Zahl der Grundschulkinder gestiegen sei, betonen die vier Mütter.

Setzen sich dafür ein, dass auch morgens ein Schulbus nach Burgdorf fährt: die Mütter Leonie Siahatgar, Theresa Schugk, Daniele Naujokat und Sarah Buchholz aus der Elterninitiative Hülpinsen.

Von der regiobus Hanover GmbH gab es auf Anfrage vom AltkreisBlitz folgende schriftliche Stellungnahme: „Am vergangenen Mittwoch war der Bus der Linie 930 morgens tatsächlich überfüllt, sodass nicht alle Fahrgäste mitgenommen werden konnten. Dies ist uns bekannt; es erreichten uns dazu einige Beschwerden. Grund für den Kapazitätsengpass war schlicht ein zu kleiner Bus. Normalerweise verkehrt hier morgens ein Gelenkbus. Dieser fiel jedoch aus und konnte nur durch einen kleineren Solobus ersetzt werden, da alle anderen Busse ebenso im Einsatz waren. Der Gelenkbus ist nun wieder repariert und im Einsatz. Normalerweise meldet das Fahrpersonal der Leitstelle Fahrgäste, die nicht mehr mitgenommen werden können, sodass ggfs. ein weiteres Fahrzeug eingesetzt werden kann. Dies ist allerdings nur sinnvoll, wenn eine Anfahrt zeitlich noch realisierbar ist und sowohl ein Bus als auch Fahrpersonal auf einem der nahgelegenen Betriebe zu Verfügung stehen. Leider war dies am Mittwoch nicht der Fall.“

Weiter heißt es: „Wir bitten deshalb um Entschuldigung für die Situation. Natürlich wissen wir um die Sensibilitäten in Zusammenhang mit Grundschülern. Wir bedauern diesen Umstand sehr und haben die betrieblichen Abläufe für einen erneuten Ausfall nochmals geschärft, sodass nun für die Linie 930 sowohl die Busgröße passt als auch die Informationsweitergabe über das Fahrpersonal zukünftig funktionieren sollte.“

In den Gelenkbussen von regiobus können bis zu 120 Fahrgäste mitgenommen werden.“ Die durchschnittliche Anzahl der Fahrgäste bewegte sich Anfang des Schuljahres bei 80 bis 100 Personen. Wenn der richtige Bus, also ein Gelenkzug, im Einsatz ist, passt das“, erklärt regiobus abschließend.

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