SoVD-Umfrage: Einsamkeit ist auch in Burgdorf ein Problem

Eine Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) im Bereich Burgdorf zeigt: Viele Menschen fühlen sich einsam und sind der Meinung, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in den vergangenen Jahren abgenommen hat. Der Verband fordert deshalb eine koordinierte Strategie im Kampf gegen Einsamkeit.

Einsamkeit ist auch bei den Menschen im Bereich Burgdorf ein Problem. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage des SoVD. 18 Prozent der Befragten gaben an, sich in letzter Zeit einsam gefühlt zu haben. „Diese Zahl macht deutlich, dass hier dringend etwas getan werden muss. Wenn sich fast jede*r Fünfte einsam fühlt, ist das kein Randphänomen, sondern ein Thema, das die Politik viel stärker in den Blick nehmen muss“, fordert Anne-Marie Weibel, Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Burgdorf. Mehr als die Hälfte der Befragten finden zudem, dass es nicht ausreichend Unterstützungsangebote für Betroffene gibt. „Hier müssen die Landesregierung und vor allem auch die Kommunen ansetzen. Wir brauchen eine koordinierte Strategie gegen Einsamkeit und bessere Angebote vor Ort – und zwar sowohl für Ältere als auch für Jüngere“, so Weibel weiter. Öffentlichkeitskampagnen zum Thema Einsamkeit allein seien nicht ausreichend.

Mit großer Sorge betrachtet Niedersachsens größter Sozialverband, dass 85 Prozent der Befragten das Gefühl haben, der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland habe abgenommen und fast genauso viele der Auffassung sind, soziale Ungleichheit gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Diese Ergebnisse bestätigen einmal mehr, dass viele Menschen den Eindruck haben, Politik und Gesellschaft seien nicht mehr für sie da. Die Politik muss da jetzt auf allen Ebenen entschieden gegensteuern und ihren Fokus wieder auf soziale Gerechtigkeit legen. Die Probleme der Menschen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, betont die Kreisverbandsvorsitzende.

Der SoVD hat die nicht-repräsentative Befragung im Rahmen seiner Kampagne „Für mehr Miteinander“ in Burgdorf durchgeführt. Insgesamt haben mehr als 130 Menschen daran teilgenommen.

Mehr Informationen zur Kampagne gibt es unter www.fuer-mehr-miteinander.de/zusammenhalt.

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