
Mit einer außergewöhnlich ausführlichen und von großer Wertschätzung geprägten Jahreshauptversammlung hat die Freiwillige Feuerwehr Heeßel am Sonnabend, 3. Januar 2026, gezeigt, welchen hohen Stellenwert sie im Ort, im Stadtgebiet Burgdorf und auch darüber hinaus einnimmt. Rund 70 Gäste versammelten sich gestern im Feuerwehrhaus an der Heeßeler Dorfstraße, sodass die Fahrzeughalle bis auf den letzten Platz gefüllt war. Ortsbrandmeister Reinhard Nicks brachte seine Freude darüber gleich zu Beginn zum Ausdruck. „Ich freue mich sehr, dass ihr heute so zahlreich gefolgt seid und die Fahrzeughalle so voll ist“, sagte er. Dieses mache deutlich, dass die Arbeit der Feuerwehr Heeßel auf breite Anerkennung stößt. Zudem konnte eine seltene Ehrung an ein Mitglied der Ortsfeuerwehr verliehen werden.



Unter den Anwesenden befanden sich zahlreiche Vertreter aus Politik, Feuerwehrführung und dem gesellschaftlichen Leben der Ortschaften. Begrüßt wurden unter anderem Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn, der stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrausschusses Björn Sund, der stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter Tim Herrmann, Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer sowie Stadtbrandmeister a. D. Ulf Anderson. Ebenfalls willkommen geheißen wurden Ehrenortsbrandmeister Karsten Lübbe, Ehrenstadtbrandmeister Alfred Brönnemann, die Ortsvorsteher aus Heeßel und Beinhorn, Peter Nicks und Klaus Köneke, die Jugendfeuerwehrwartin Claudia Nicks sowie die Kinderfeuerwehrwartin Katharina Engelke. Auch die Ortsbrandmeister aus Burgdorf und Schillerslage, Florian Bethmann und Timo Scheffler, Horst Schwienig als stellvertretender Zugführer des Historischen Löschzuges, Pastorin und Notfallseelsorgerin Frederike Grote sowie Vertreter des Sportvereins, der Realgemeinde, der Jagdgenossenschaft und des Beregnungsverbandes nahmen teil. Komplettiert wurde die Runde durch Alterskameraden, aktive Einsatzkräfte und Mitglieder des Fördervereins.
Einen besonderen Einstieg in den Abend bot ein kurzes Video mit Bildern aus dem Jahr 2025, das von der Social-Media-Abteilung der Feuerwehr zusammengestellt worden war. Reinhard Nicks griff diesen Rückblick auf und erklärte: „Das soll heute unser Hauptthema sein. Dieses Video gibt einen kleinen, aber sehr eindrucksvollen Einblick in das, was hier im gesamten Jahr 2025 passiert ist.“ Die Bilder zeigten Einsätze, Ausbildung, Veranstaltungen und Gemeinschaft. „Man sieht sehr deutlich, wie umfangreich das ist, was hier in allen Abteilungen geleistet wird. Wir sind sehr, sehr aktiv. Wir machen etwas für uns, aber vor allem für die Gesellschaft. Das ist immer mit Arbeit verbunden, aber es darf und soll auch Spaß machen“, so Nicks.
In seinem ausführlichen Jahresbericht stellte der Ortsbrandmeister die Zahlen, Daten und Fakten der Feuerwehr Heeßel vor. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählte die Wehr insgesamt 117 Mitglieder. 50 davon gehören der Einsatzabteilung an, eine Zahl, die dem Vorjahr entspricht. Die Kinderfeuerwehr umfasste 31 Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 16, die Alters- und Ehrenabteilung 14. Hinzu kamen zwei Mitglieder im Musikzug sowie eine Kinderfeuerwehrunterstützerin. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 12.190 Stunden in 274 Dienstbucheinträgen dokumentiert. „Wir bewegen uns damit auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren und auf einem sehr hohen Niveau“, betonte Nicks. Allein auf die aktive Einsatzabteilung entfielen 8.726 Stunden. Durchschnittlich leistete damit jedes einelne Mitglied der Einsatzabteilung rund 174 Stunden, wobei vereinzelt auch deutlich über 300 Stunden geleistet wurden. Gleichzeitig räumte der Ortsbrandmeister ein: „Wir sind bei der Erfassung aller Dienste noch etwas träge. Das hier bildet nicht hundert Prozent dessen ab, was tatsächlich geleistet wird, kommt der Realität aber schon sehr nah.“



Über das Einsatzgeschehen berichtete sein Stellvertreter Marc-Robert Krey. Die Feuerwehr Heeßel rückte im Jahr 2025 zu insgesamt 43 Einsätzen aus und lag damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. „Die Verteilung der Einsatzarten hat sich leicht verschoben, aber die Anzahl ist konstant geblieben“, erklärte Krey. 18 Einsätze entfielen auf technische Hilfeleistungen, 22 auf Brandeinsätze, hinzu kamen drei sonstige Lagen. Drei Alarmübungen sind in den Zahlen enthalten. Besonders hob Krey die durchschnittliche Ausrückezeit von rund vier Minuten hervor. „Das ist ein sehr guter Wert und zeigt, wie einsatzbereit die Kameraden sind“, sagte er. Trotz der Baustelle in der Dorfstraße, die zeitweise nur eingeschränkt nutzbar war, habe es keine nennenswerten Verzögerungen gegeben.
Rund 44 Prozent der Einsätze fanden im Bereich Heeßel, Beinhorn und Ahrbeck statt, weitere 51 Prozent im übrigen Stadtgebiet, insbesondere in der Kernstadt Burgdorf und in Schillerslage. „Das zeigt deutlich, dass Heeßel nicht nur für den eigenen Ort da ist, sondern auch überörtlich eine verlässliche Feuerwehr darstellt“, betonte Krey. Die Bandbreite der Einsätze reichte von kleineren Hilfeleistungen und Tierrettungen über Verkehrsunfälle mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug bis hin zu größeren Lagen auf der B443, der A37 und der B3. Besonders eindrücklich schilderte Krey Einsätze, bei denen Personen aus Autos befreit wurden. Auch Vegetationsbrände sowie Einsätze im Rahmen der Feuerwehrbereitschaften gehörten zum Alltag. „Diese Einsätze zeigen sehr deutlich, wie umfangreich das Einsatzspektrum geworden ist und wie hoch das Ausbildungsniveau sein muss, um all das bewältigen zu können“, so Krey, der sich ausdrücklich bei den Einsatzkräften und bei der Stadt Burgdorf für die gute Ausstattung bedankte.



Wie wichtig Ausbildung für die Feuerwehr Heeßel ist, machte der Bericht von Gruppenführer Sebastian Benedikt Lübbe deutlich. „Das Wesentliche ist eine gute Aus- und Fortbildung“, sagte er. „Wir müssen immer bereit sein, wenn einmal schlechte Tage kommen.“ Die Ausbildung basiere auf mehreren Säulen, die sich gegenseitig ergänzten. Neben Lehrgängen und Trainings sei vor allem die intensive Grundlagenausbildung an den Geräten entscheidend. Gleichzeitig betonte Lübbe: „Ausbildung darf auch Spaß machen. Es ist wichtig, ab und zu über den Tellerrand hinauszuschauen.“ Die modulare Grundlagenausbildung, Lehrgänge für Gruppenführer, Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, Sprechfunker und Motorsägenführer seien ebenso selbstverständlich wie spezielle Heißausbildungen bei Feurex in Helmstedt. Hinzu kämen Feuerwehrführerscheine und Fahrsicherheitstrainings. Als besondere Höhepunkte nannte Lübbe unter anderem einen gemeinsamen Zugdienst mit der Ortsfeuerwehr Schillerslage bei der Transdev, bei dem es Einblicke in den Bahnbetrieb gab, Intensivtrainings zur Türöffnung und Fahrzeugrettung, Schulungen zur Großtierrettung sowie zur Vegetationsbrandbekämpfung. „Das sind genau die Gelegenheiten, bei denen man Dinge üben kann, die man im Einsatz hoffentlich nie braucht, aber jederzeit beherrschen muss“, sagte Lübbe und dankte allen, die diese Ausbildung ermöglichen. Reinhard Nicks griff diesen Gedanken auf und stellte klar: „Allzeit bereit, immer bereit – das ist unser Motto.“
Auch die Wettkampfgruppe sei ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehr. Bei zwei Wettkämpfen wurden ein dritter Platz beim Aue-Cup in Weferlingsen und ein zweiter Platz in Bilm erreicht. „Das ist absolut anerkennenswert. Wettkämpfe sind ein Baustein, der nicht verloren gehen darf, weil sie auch die Kameradschaft über den Ort hinaus pflegen“, so Nicks.
Neben Einsätzen und Ausbildung prägten zahlreiche Veranstaltungen das Jahr 2025. Dazu gehörten unter anderem die Aktion „Sauberes Dorf“, das Osterfeuer, die Teilnahme am Oldtimertreffen bei Henning Plaß, die Unterstützung des Heeßeler Sportvereins beim „Gran Schlamm“, die Ausrichtung des Laternenumzuges, die Teilnahme am Volkstrauertag mit Kranzniederlegung, ein Preisschießen in Hülptingsen sowie der Weihnachtsabschlussdienst mit Schrottwichteln und Weihnachtsessen. „Ich bin kein Alleinunterhalter“, betonte Nicks. „Wir sind eine große Truppe. Viele übernehmen Verantwortung. Alleine könnte man das alles nicht stemmen. Nur im Team sind wir so gut aufgestellt.“
Der Bericht der Jugendfeuerwehr, vorgetragen von Claudia Nicks, zeigte, wie erfolgreich die Nachwuchsarbeit ist. Die Jugendfeuerwehr zählte 19 Mitglieder, darunter fünf Mädchen und 14 Jungen. Zwei Mädchen und drei Jungen wechselten aus der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr. Zu den Höhepunkten des Jahres gehörten die Teilnahme an den Maispielen, Besuche bei der Berufsfeuerwehr in Hamburg und der Flughafenfeuerwehr Hannover, ein Ausflug ins Phaeno, Erste-Hilfe-Ausbildung, Kürbisschnitzen sowie die Abnahme der Jugendflamme Stufe zwei und einmal Stufe drei. „Das ist ein wirklich beeindruckender Erfolg“, sagte Reinhard Nicks später. „Gearde die Jugendflamme 3 ist nicht trivial. Dafür müssen Voraussetzungen erfüllt werden, etwa ein Praktikum und ein Erste-Hilfe-Kurs. Die Jugendlichen opfern viel Zeit. Umso anerkennenswerter ist das.“
Auch die Kinderfeuerwehr unter der Leitung von Katharina Engelke blickte auf ein lebendiges Jahr zurück. Zeitweise zählte die Nachwuchsabteilung bis zu 31 Kinder. Trotz Austritten zählt die Kinderfeuerwehr weiterhin 14 Mitglieder, fünf davon wechselten im vergangenen Jahr in die Jugendfeuerwehr. Spiel, Spaß und Feuerwehrwissen gingen Hand in Hand. Reinhard Nicks kommentierte schmunzelnd: „Da will man glatt nochmal Kind sein. Das ist eine tolle Sache und ein ganz wesentlicher Baustein für unsere Zukunft.“
In den Grußworten der Gäste wurde die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Heeßel ausführlich, persönlich und mit großer Wertschätzung gewürdigt. Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem zuvor Gehörten und sagte: „Das ist schon beeindruckend, was ihr hier heute vorgetragen habt. Ich habe heute Abend sehr viel erfahren und gelernt. Feuerwehr ist keine Einzelleistung, Feuerwehr ist immer Teamarbeit.“ Er betonte, dass dieses Zusammenspiel die Feuerwehr Heeßel auszeichne und sie damit durchaus Vorbildcharakter habe. „Auch ich kann als Bürgermeister nichts alleine ausrichten. Es braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten. Und dieses Ziel sind unsere Bürgerinnen und Bürger“, so Pollehn. Besonders hob er die hohe Ausbildungsqualität hervor. „Ausbildung ist das A und O. Ihr geht in Einsätze, ohne zu wissen, was euch erwartet. Umso wichtiger ist es, dass ihr so hervorragend vorbereitet seid.“ Mit Blick auf die Zukunft verwies Pollehn auf den Feuerwehrbedarfsplan, den Ausbau des Sirenennetzes sowie den wachsenden Stellenwert des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes. „Unsere Feuerwehren sind gut aufgestellt, aber wir müssen sie weiterentwickeln. Die Aufgaben werden nicht weniger, sondern anspruchsvoller“, sagte er und dankte der Feuerwehr Heeßel ausdrücklich für ihren Einsatz. Zum Ende seiner Amtszeit kündigte Pollehn zudem an, dem Förderverein der Feuerwehr beizutreten.



Björn Sund sprach gleich in zwei Funktionen. Als stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrausschusses dankte er insbesondere den Betreuern der Kinder- und Jugendfeuerwehr. „Was dort an Grundlagenarbeit geleistet wird, sieht man nicht immer sofort, aber es ist unglaublich wertvoll. Das ist eure Arbeit, das ist euer Erfolg“, sagte Sund. Er betonte, dass die Feuerwehren der Stadt gut ausgestattet seien und auch die Ausbildung bedarfsgerecht finanziert werde. „Die Feuerwehren sind uns lieb, aber sie sind auch teuer. Dieses Geld ist jedoch gut investiert, weil es direkt der Sicherheit der Bevölkerung zugutekommt“, so Sund. Gleichzeitig sprach er offen über bestehende Herausforderungen, etwa bei Feuerwehrhäusern in anderen Ortsteilen, und machte deutlich: „Nicht alles geht von heute auf morgen, aber wir bemühen uns nach Kräften, dieses hohe Niveau zu halten.“
In seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins hob Björn Sund zudem die große Unterstützung aus der Bevölkerung hervor. „Wir bekommen teilweise Spenden, die mich sprachlos machen. Nicht nur aus Heeßel, sondern auch aus der Burgdorfer Weststadt. Das zeigt ganz klar: Die Menschen sehen, was die Feuerwehr leistet, und sie honorieren das.“
Auch Beinhorns Ortsvorsteher Klaus Köneke richtete anerkennende Worte an die Feuerwehr. Er erinnerte daran, wie wichtig Zusammenarbeit gerade in Krisenzeiten sei. „Heute vor 50 Jahren kamen bei einem schweren Sturm in Norddeutschland über 80 Menschen ums Leben. Solche Ereignisse zeigen, wie wichtig eine gut aufgestellte Feuerwehr ist“, sagte Köneke und verwies auch auf historische Brände wie den Heidebrand von 1975. Für die Ortschaft Beinhorn sprach er der Feuerwehr Heeßel ausdrücklich Dank aus. „Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend, und dafür bin ich sehr dankbar.“
Heeßels Ortsvorsteher Peter Nicks – erstmals in dieser Funktion – unterstrich ebenfalls die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ortschaft und Feuerwehr. „Es ist toll, was wir heute gehört haben. Das zeigt, wie professionell hier gearbeitet wird“, sagte er. Gleichzeitig wies er auf gesellschaftliche Veränderungen hin. Da häufig Städter nach Heeßel ziehen würden, würden diese denken, es gäbe wie in Hannover eine Berufsfeuerwehr. Dabei seien alle ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte in Heeßel auch berufstätig und würden auch zu Einsätzen alarmiert werden, die früher ohne Feuerwehr gelöst wurden. Umso wichtiger sei die Nachwuchsarbeit. „Die Gründung der Kinder- und Jugendfeuerwehr war damals die absolut richtige Entscheidung. Viele unserer heutigen Aktiven kommen genau aus diesen Abteilungen. Ohne sie wären wir heute nur noch eine sehr kleine Schar.“
Der stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter Tim Herrmann gab einen Einblick in Themen auf Regionsebene. Er berichtete unter anderem von der Arbeitsgemeinschaft Robotik, die künftig Einsätze in besonders gefährlichen Lagen unterstützen soll. Es gehe darum, Einsatzkräfte zu schützen, wenn die Gefahr für diese im Einsatz zu groß sei, erklärte Herrmann. Zudem sprach er über neue Konzepte im ABC-Schutz und über die zunehmende Bedeutung der Einsatznachsorge. „Psychische Belastungen gehören zur Feuerwehr dazu. Deshalb ist das Einsatznachsorgeteam ein ganz wichtiger Schritt“, sagte er. Besonderen Dank richtete er an die Besatzung des Regions-Küchenwagens, die bei Übungen der Bereitschaften IV und V im Einsatz war. „Was ihr dort leistet, ist einfach einmalig.“



Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer ordnete die Arbeit der Feuerwehr Heeßel in den Gesamtzusammenhang der Stadtfeuerwehr ein. Er berichtete von insgesamt 271 Einsätzen im Stadtgebiet im Jahr 2025 und sprach von einem „durchschnittlichen Jahr ohne große Ausnahmelagen“. Gleichzeitig betonte er die Herausforderungen durch Baustellen im Burgdorfer Stadtgebiet im vergangenen Jahr. „Das forderte die Feuerwehren zusätzlich“, so Heuer. Mit Blick auf die Mitgliederzahlen machte er deutlich, dass die Feuerwehr insgesamt trotz leichter Rückgänge weiterhin gut aufgestellt sei. „385 Mitglieder im Stadtgebiet, dazu starke Jugend- und Kinderfeuerwehren sowie Musikzüge – das sind nach wie vor stolze Zahlen.“
Weitere Grußworte kamen aus dem Vereins- und kirchlichen Leben. Rüdiger Zach, Ehrenvorsitzender des Heeßeler Sportvereins, mahnte: „Das Wort Respekt muss wieder mit Leben gefüllt werden, insbesondere gegenüber der Feuerwehr. Angriffe auf Einsatzkräfte dürfen nicht akzeptiert werden.“ Lutz Klinkmann, Vorsitzender des Heeßeler Sportvereins, zeigte sich ebenfalls beeindruckt. „Was ihr hier leistet, ist enorm. Besonders die Ausbildung ist beeindruckend. Für die gute Zusammenarbeit sage ich ganz klar Danke.“ Pastorin und Notfallseelsorgerin Frederike Grote schlug einen emotionalen Bogen. „Ihr leistet eine wahnsinnig große und gute Arbeit. Es geht um das Leben, um den Schutz von Menschen und um den Schutz der Schöpfung. Das ist unser gemeinsames Thema.“
Höhepunkt auch dieser Versammlung war das Verleihen neuer Dienstgrade sowie Ehrungen für besondere Verdienste.
Zunächst traten Svea Engelke und Ron Degenhard vor die Versammlung. Die beiden Anwärter legten auf der Standarte der Ortsfeuerwehr ihren Diensteid ab und sind somit nunmehr Teil der Heeßeler Einsatzabteilung. Sie erhielten zugleich ihren ersten Dienstgrad ihrer Feuerwehrlaufbahn als Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann.
Des Weiteren wurden Lisa Mollenhauer zur Oberfeuerwehrfrau und Phillip Steiner zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Alina Pawlik und Sonja Taupadel erhielten den Dienstgrad Hauptfeuerwehrfrau, Falko Reißer wurde zum Ersten Hauptfeuerwehrmann ernannt.
Löschmeister dürfen sich nach Abschluss der Gruppenführer-Ausbildung nun Marvin Arndt, Björn Sund und Jerome Surborg nennen. Zu Oberlöschmeistern wurden Robin Hußmann und Florim Ferati ernannt.
Für ihren Einsatz beim Hochwasser zu Weihnachten 2023 wurden nachträglich noch sechs Einsatzkräfte aus Heeßel mit der Hochwasserehrennadel 2023 ausgezeichnet. Björn Sund und Michael Thieleking wurden zudem vom Land Niedersachsen mit dem Niedersächsischen Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet.
Für seinen besonderen Einsatz rund um das Feuerwehrwesen wurde Hartmut Lübbe das Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Niedersachsen verliehen. Er setze sich in besonderer Weise für die Belange der Ortsfeuerwehr ein, ließ Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer wissen. Unter großem Applaus wurde Hartmut Lübbe die Auszeichnung überreicht.
Eine seltene Ehre wurde zudem Karl-Heinz Sturm zuteil, der darüber sichtlich überrascht war. Er erhielt das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für seine 75-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Er war am 8. Oktober 1950 in die Feuerwehr eingetreten. 75 Jahre in der Feuerwehr, das gab es hier, glaube ich, noch nicht, so Peter Nicks, Leiter der 3. Gruppe, der Alters- und Ehrenabteilung. „Und das ist er nicht nur auf dem Papier“, so Nicks weiter. „Kalle ist immer da. Diese seltene Ehrung zeigt, dass die Kameradschaft in der Ortsfeuerwehr Heeßel top ist“, betonte er.
























