Große Zustimmung für neues Kompetenzzentrum Ganztag in der Region Hannover

Mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung hat der Regionssportbund Hannover sein neues Kompetenzzentrum Ganztag offiziell vorgestellt und damit einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung des Ganztags in der Region gesetzt. Das von der Region Hannover geförderte Projekt stieß bei Vertreterinnen und Vertretern aus Schule, Verwaltung, Sport und weiteren Organisationen auf breite Zustimmung.

Das Kompetenzzentrum Ganztag, kurz KoGa, richtet sich gleichermaßen an Ganztagsanbietende wie Sportvereine und andere Organisationen sowie an Schulen und Kommunen. Ziel ist es, diese Akteure miteinander zu vernetzen, zu beraten und bei der Gestaltung qualitativ hochwertiger Ganztagsangebote zu unterstützen. Beim Auftakt nutzten zahlreiche Teilnehmende die Gelegenheit, sich über Aufgaben, Ziele und Perspektiven des neuen Kompetenzzentrums zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Regionspräsident Steffen Krach würdigte die Initiative ausdrücklich und betonte die Bedeutung von Bewegung im Ganztag. Sport schaffe einen wichtigen Ausgleich zum Lernen, stärke das soziale Miteinander und unterstütze Kinder und Jugendliche in ihrer ganzheitlichen Entwicklung. Der aktive Einsatz des Regionssportbundes sei daher ein wichtiger Schritt.

Ulf Meldau, Vorsitzender für Sportpolitik im Regionssportbund, skizzierte die Entstehung des Kompetenzzentrums und dessen Rolle innerhalb des Verbandes. Als eigenständiger Bereich unterstützt das KoGa Sportvereine gezielt dabei, Sport und Bewegung in Ganztagsstrukturen zu integrieren, etwa durch Bewegungsangebote oder Trägerschaften an Grundschulen. Das Kompetenzzentrum versteht sich dabei als zentrale Schnittstelle zwischen Vereinen, Schulen und Kommunen. Sylvia Uliczka, Koordinatorin Ganztag und BESS-Servicestelle beim Regionssportbund, verwies auf die Komplexität des Ganztags. Durch kontinuierlichen Austausch mit allen Beteiligten würden jedoch zunehmend praktikable Lösungswege sichtbar.

Ein interaktiver Beitrag von Jonas Kasper, Lehrer und Mitglied des KoGa-Teams, machte deutlich, wie unterschiedlich die Ausgangslagen im Ganztag sind. Die Bandbreite reiche von ersten konzeptionellen Überlegungen bis hin zu bereits etablierten Kooperationen. Gleichzeitig zeigte sich ein großer Bedarf an Orientierung, Vernetzung und praxisnaher Unterstützung.

Als zentrale Herausforderung wurde insbesondere der Personalbereich benannt. Die Gewinnung, Qualifizierung und langfristige Bindung von Mitarbeitenden stelle viele Träger vor große Aufgaben. Darüber hinaus spielten die Rolle der Kommunen, die Koordination von Kooperationen sowie organisatorische und strukturelle Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. An das Kompetenzzentrum Ganztag werden daher klare Erwartungen geknüpft. Es soll eine aktive Netzwerk- und Koordinationsfunktion übernehmen, Vereine beraten und organisatorisch unterstützen sowie Qualifizierungsangebote bündeln und weiterentwickeln, um langfristig Qualität im Ganztag zu sichern.

Auch der LandesSportBund Niedersachsen unterstützt das Vorhaben. Karsten Täger, Teamleiter im Bereich Kita, Schule, Verein und Projekte, hob den Mehrwert des Ansatzes hervor, Vereine eng zu begleiten und ihnen einen verlässlichen Partner zur Seite zu stellen. Gerade dort, wo bislang keine gewachsenen Strukturen vorhanden seien, könne der Einstieg über den Regionssportbund helfen, bestehende Lücken zu schließen. Jörg Bratz, Vorsitzender der Leitungen Niedersächsischer Grundschulen, bewertete das Kompetenzzentrum ebenfalls positiv und wünschte dem Projekt eine Strahlkraft über die Region Hannover hinaus. Schulen seien im Ganztag auf verlässliche Partner angewiesen, zu denen Sportvereine einen wichtigen Beitrag leisten könnten.

Zum Abschluss der Veranstaltung stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Der Auftakt machte deutlich, dass das Kompetenzzentrum Ganztag als verbindendes Element verstanden wird, um Vereine, Organisationen, Schulen und Kommunen zusammenzubringen und den Ganztag in der Region Hannover bewegungsorientiert und qualitativ weiterzuentwickeln. Das KoGa gab zudem einen Ausblick auf kommende Schritte, darunter den Ausbau von Beratung und Qualifizierung, die Intensivierung der Netzwerkarbeit sowie perspektivisch eigene Trägerschaften. Weitere Informationen sind unter www.rsb-ganztag.de abrufbar.

Download als PDF

Nach oben scrollen