
Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat mit einem Antrag vom 27. Januar 2026 die vollständige Ausstattung des Rathauses I in Burgdorf mit Photovoltaik-Modulen gefordert. Der Antrag wurde der Stadtverwaltung und dem zuständigen Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau zur Beratung vorgelegt. Die Verwaltung soll dem Antrag am Montag, 24. Februar, im Verwaltungsausschuss eine Entscheidung folgen lassen.
Im Antrag wird das Rathaus I, das sich derzeit in einer umfassenden Generalsanierung befindet, als geeigneter Standort für ein Leuchtturmprojekt hinsichtlich der Nutzung regenerativer Energie gewertet. Die Fraktion kritisiert, dass bislang nur eine kleine Photovoltaik-Anlage auf dem hinteren Dachbereich vorgesehen ist, wobei als Begründung der Denkmalschutz angeführt wird. Diese Haltung widerspreche jedoch dem vom Gemeinderat im Juni 2021 beschlossenen Klimaschutzpapier, das neben einer Absichtserklärung eine Selbstverpflichtung zum Ausbau erneuerbarer Energien beinhaltet.
Die Grünen beziehen sich zudem auf die strategische Ausrichtung und Zukunftsvision Burgdorfs im Rahmen der Initiative „Burgdorf – entdecke die Möglichkeiten!“, in der Photovoltaikanlagen auf allen städtischen Dächern als angestrebtes Ziel festgeschrieben sind. Weiter wird auf einen Erlass der Niedersächsischen Landesregierung vom 15. August 2024 verwiesen, der unter anderem betont, dass der Denkmalschutz Eingriffe in äußere Erscheinungsbilder von Kulturdenkmälern nur zulässt, wenn sie reversibel sind und die Substanz nur geringfügig beeinträchtigen. Zudem dürften dabei keine unverhältnismäßigen Kosten entstehen.
Grünen-Fraktionsvorsitzende Simone Heller fordert Bürgermeister Armin Pollehn und die Stadtverwaltung auf, die politischen Beschlüsse und den gesetzlichen Rahmen zu respektieren und den vollständigen Ausbau der Photovoltaik-Anlage auf dem Rathaus I umzusetzen.
Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Antrag , Antrag PV- Anlage auf dem Rathaus 1.
