Aus Kindern werden Leute: 17 Kinder und 8 Jugendliche bei der Feuerwehr Ramlingen/Ehlershausen

Doppelt ausgezeichnet: Mara Sophie Heuer hat sowohl die Jugendflamme der Stufe 3 als auch die Leistungsspange erlangt. Dafür wurde sie vom Ersten Stadtrat Michael Kugel (links) und Stadtjugendfeuerwehrwart Lukas Tomm ausgezeichnet.
Foto: Bastian Kroll

„Mein Sohn hat in der Kinderfeuerwehr in Burgdorf angefangen – aus Kindern werden Leute. Heute ist er aktiv und Jugendfeuerwehrwart.“ Mit diesen Worten begann Andreas Maschigefski, stellvertretender Kinderfeurwehrwart am gestrigen Freitag, 20. Februar 2026, den Jahresbericht bei der Jahreshauptversammlung der Kinder- und Jugendfeuerwehr Ramlingen-Ehlershausen im Feuerwehrhaus am Akazienweg. Rund 30 Anwesende verfolgten die Berichte über ein ereignisreiches Jahr 2025 mit 493 Stunden Kinderfeuerwehr und 1.495 Stunden Jugendfeuerwehr.

Jugendfeuerwehrwart Jan Maschigefski begrüßte unter den Gästen seinen Stellvertreter Matthias Gottschalk, den stellvertretenden Kinderfeuerwehrwart Andreas Maschigefski sowie Ehrenortsbrandmeister Karl-Heinz Blume, den Ersten Stadtrat Michael Kugel, die Feuerwehrausschussvorsitzende und stellvertretende Bürgermeisterin Beate Neitzel, Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer, Ortsbrandmeister Heinrich Könecke und Stadtjugendfeuerwehrwart Lukas Tomm. Kinderfeuerwehrwartin Kerstin Maschigefski ließ Grüße ausrichten, konnte aber an der Versammlung nicht teilnehmen.

Kinderfeuerwehr: Von 13 auf 17 Mitglieder gewachsen

Andreas Maschigefski berichtete über die Kinderfeuerwehr: Kerstin Maschigefski und Magdalena Reichmann übernahmen im Februar 2025 mit 13 Kindern. „Es war das Jahr über ein ständiges Kommen und Gehen“, so Maschigefski. Zum 31. Dezember 2025 waren es 15 Kinder und 3 neue Betreuer. Zum heutigen Stand ist die Wehr weiter gewachsen – mittlerweile sind es 17 Kinde rin der Nachwuchsabteilung.

Es gab einen kleinen Rückblick der Dienste: Es gab zwei auswärtige Veranstaltungen in Großburgwedel und Fuhrberg. Beim Stadtjubiläum in Großburgwedel wie auch bei den Maispielen in Fuhrberg hatten die Kinder Geschicklichkeit und Teamgeist bewiesen. Es gab Abnahmen der Kinderflämmchen 1, 2 und 3. „Aktuell üben wir wieder für die Abnahmen.“

Außerdem gab es Dienste mit Erster Hilfe, eine Hydrantenwanderung („Wo kommt unser Löschwasser her, was gibt es für Schilder?“) und auch das Absetzen eines Notrufs wurde geübt. Kreativ wurde an Ostern und im Herbst gebastelt, es gab eine Weihnachtsfeier mit selbstgebackenen Waffeln und einer Vorlesestunde.

„493 Dienststunden, ich finde, das ist eine ganz schön große Zahl“, resümierte Maschigefski. Für 2026 kündigte er Übungen mit Spiel- und Spaßdiensten an. „Die Kinder machen super mit und haben Spaß dran.“

Anfang des Jahres hörte Magdalena Reichmann auf, Kerstin Maschigefski ist nun Leiterin, Andreas rückte interimsweise als Stellvertreter nach.

Maschigefski dankte dem Ortskommando, der Stadt Burgdorf, den Betreuern, Mitgliedern und Eltern: „Vielen Dank für die Unterstützung.“

Jugendfeuerwehr: Von sieben auf acht Mitglieder

Jugendfeuerwehrwart Jan Maschigefski betonte: „Die Kinder haben auch andere Interessen – das ist eine große Aufgabe. Sie lernen hier nicht nur Verantwortung zu übernehmen, sondern im Team zu arbeiten und mit Fehlern umzugehen.“

2025 startete mit sieben Kindern (fünf Jungen, zwei Mädchen). Im Laufe des Jahres kam ein weiteres Mitglied aus der Kinderfeuerwehr hinzu, sodass die Wehr mit fünf Jungen und drei Mädchen abschließen konnte.

1.495 Stunden wurden geleistet, unter anderem 767 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung, 215 Stunden gemeinsame Aktivitäten mit anderen Vereinen und 62 Stunden Erste Hilfe. Die Diesnte wurden „gut angenommen und waren immer gut besucht“, berichtete er.

Beliebte Dienste waren die praktischen Dienste, ein gemeinsamer Dienst mit den Jugendfeuerwehren Engensen und Thönse („das stärkt die Kameradschaft über Ortsgrenzen hinweg“), ein Dienst zum Thema Funken, einer mit der Jugendfeuerwehr Da-O-We (Dachtmissen, Otze, Weferlingsen) sowie das Anschauen eines Rettungswagens.

2025 gab es wieder das Müllsammeln mit dem Ortsverein, die Maispiele in Fuhrberg (6. Platz) sowei Wasserfußball mit der Kinderfeuerwehr. Die Jugendlichen informierten sich bei der Bundeswehr, die vor Ort war, zeigten bei den Ramlinger Duellen Flagge und beim Großen Zapfenstreich zum Schützenfest in Burgdorf.

Weitere Aktivitäten waren ein Feuerlöscherdienst, die Teilnahme an der Leistungsspange sowie die Übernachtung im Feuerwehrhaus inklusive Besuch der Feuerwehr Celle. Der Jahresabschlussdienst mit gemeinsamem Filmegucken bot „einen gelungenen und gemütlichen Ausgang des Jahres“.

Für 2026 stehen an: Der Löschangriff, das Üben für die Jugendflamme 1 und 2 und das Regionszeltlager in Bokeloh.

Jan Maschigefski dankte besonders den Betreuern für großes Engagement, allen Helfern, Eltern und Spendern sowie den Aktiven für Unterstützung der Jugendarbeit.

Grußworte: „Macht weiter so“

Ortsbrandmeister Heinrich Könecke dankte: „Ihr habt so viele Aktivitäten veranstaltet und die Ortsfeuerwehr gut vertreten. Macht weiter so.“ Zur Kinderfeuerwehr: „Wir sind auf dem guten Weg mit den Betreuern, da habt ihr gut dran gearbeitet. Für das erste Mal hast du es gut gemacht“ – an Jan Maschigefski gerichtet.

Der Erste Stadtrat Michael Kugel zeigte sich hocherfreut über so viele Mitglieder in Kinder- und Jugendfeuerwehr: „Danke auch an die Eltern, die die Kinder in die bewährten Hände der Betreuer geben. Ich bin froh, dass es die Betreuer gibt und beeindruckt von dem, was ihr alle leistet.“

Die Stellvertretende Bürgermeisterin und Feuerwehrausschussvorsitzende Beate Neitzel (CDU): „Finde es toll, dass ihr so zahlreich dabei seid und hoffe, dass ihr viel Spaß habt. Ganz toll finde ich, dass ihr Prüfungen ablegt und Urkunden dafür bekommt – das finde ich großartig.“

Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer freute sich über die geleisteten Dienste: „Dank auch an die Betreuerinnen und Betreuer, insbesondere der Jugendfeuerwehr, die alle auch im aktiven Dienst tätig sind. Bei der Kinderfeuerwehr gibt es auch Betreuer ohne Feuerwehrhintergrund – umso schöner, dass ihr euch auch für die Kinderfeuerwehr kümmert.“

„Was 2025 gemacht wurde, finde ich gewaltig und hervorragend“, lobt auch Ehrenortsbrandmeister Karl-Heinz Blume.

Stadtjugendfeuerwehrwart Lukas Tomm dankte den Betreuern und Eltern für das Vertrauen.

Ehrungen: Jahreskarten für das Waldbad für die Fleißigsten

Für die meisten Dienststunden in der Kinderfeuerwehr erhielt David Triebsch eine Urkunde – er verbrachte 35,75 Stunden bei der Kinderfeuerwehr.

Markus Dreessen erhielt für die meisten Dienststunden in der Jugendfeuerwehr eine Nadel und Urkunde für überdurchschnittlichen Dienst sowie einen Burgdorfer Geschenkgutschein von der Jugendfeuerwehr.

Beide Besten erhielten vom Ortsrat eine Jahreskarte für das Waldbad.

Den Wanderpokal bei den Stationsspielen – gestiftet von Heinrich Schlumbohm, dem ersten Feuerwehrwart der Jugendfeuerwehr – gewann Lilith Ida Heuer. Da der runde Pokal sich nicht mehr gravieren lässt, gibt es zunächst ein Schild, das dann an den Wanderpokal kommt.

Markus Dreessen erhielt eine Urkunde, unterschrieben vom Bürgermeister Armin Pollehn, für seine Teilnahme an der Leistungsspange als Füller, sowie einen Füller und einen Kinogutschein.

Mara Sophie Heuer erhielt für das Erreichen der Jugendflamme III und der Leistungsspange ebenso jeweils eine Urkunde, unterschrieben vom Bürgermeister, und hat somit alle Ehrungen, die man in der Jugendfeuerwehr erreichen kann, erlangt.

Als Betreuer verabschiedet wurde Jan Voltmer, der einen Geschenkkorb überreicht bekam. Auch Mike Kories, ebenso stellvertretender Ortsbrandmeister, hat nach 22 Jahren seinen Rückzug als Betreuer der Jugendfeuerwehr bekannt gegeben. Er konnte gestern nicht anwesend sein und wird zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet.

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