Diallo Hartmann fordert bundeseinheitliche Regeln für Mähroboter zum Schutz von Igeln

Die Landtagsabgeordnete Djenabou Diallo Hartmann (Grüne) setzt sich gemeinsam mit der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag für strengere Regeln beim Einsatz von Mährobotern ein. In einer Pressemitteilung weist sie darauf hin, dass beide Fraktionen einen Antrag eingebracht haben, der insbesondere den nächtlichen Betrieb der Geräte regulieren soll.

Hintergrund ist der zunehmende Rückgang der Igelpopulation. Die Tiere stehen inzwischen auf der Vorwarnstufe der Roten Liste. Neben dem Straßenverkehr und dem Verlust von Lebensräumen tragen nach Ansicht der Initiatoren auch Mähroboter zu dieser Entwicklung bei. Da Igel nachtaktiv sind, geraten sie besonders in den Abend- und Nachtstunden in Gefahr.

„Wenn Igel nachts oder in der Dämmerung unterwegs sind und sich bei Gefahr einrollen, haben sie kaum Chancen gegen die scharfen Klingen von Mährobotern. Wir fordern daher Maßnahmen, die den Schutz von Igeln und anderen Kleintieren verbessern“, erklärt Diallo Hartmann in der Mitteilung.

Einige niedersächsische Kommunen haben bereits eigene Beschränkungen für den Einsatz von Mährobotern beschlossen. Nach Ansicht der Abgeordneten führt dies jedoch zu unterschiedlichen Regelungen. „Das ist eine richtige Entscheidung, im Ergebnis gibt es aber leider einen Flickenteppich von Vorschriften und Bestimmungen. An bundeseinheitlichen Vorgaben – etwa einem Nachtfahrverbot für Mähroboter – führt daher kein Weg vorbei“, so Diallo Hartmann weiter.

Tierschutzorganisationen und Igel-Rettungsstationen berichten seit Jahren von verletzten Tieren, die durch Mähroboter zu Schaden gekommen sind. Dabei kommt es unter anderem zu schweren Schnittverletzungen oder abgetrennten Gliedmaßen. Die Geräte seien für einen sauberen Rasenschnitt entwickelt worden und könnten Kleintiere, die sich bei Gefahr zusammenrollen, häufig nicht erkennen.

Diallo Hartmann betont, dass ein Nachtfahrverbot für Mähroboter nach ihrer Einschätzung kaum Einschränkungen für Gartenbesitzer bedeuten würde. „Ein Nachtfahrverbot schränkt niemanden spürbar ein, rettet aber unzählige kleine Leben“, erklärt sie. Ziel des gemeinsamen Antrags von SPD und Grünen sei daher ein klarer gesetzlicher Rahmen, der den Schutz von Igeln und anderen Kleintieren bundesweit einheitlich regelt.

Download als PDF

Nach oben scrollen