
Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Burgdorf sind am vergangenen Montag, 2. März 2026, rund 50 interessierte Bürger im Jürgen-Rodehorst-Haus zusammengekommen. Zu der Veranstaltung der Reihe „Auf ein Wort“ waren nicht nur SPD-Mitglieder erschienen, sondern auch zahlreiche weitere Interessierte.
Im Vorfeld der Kommunalwahlen am Sonntag, 13. September 2026, stellten sich Andrea Buhndorf, Kandidatin für das Amt der Burgdorfer Bürgermeisterin, sowie Eva Bender, Kandidatin für das Amt der Präsidentin der Region Hannover, den Fragen der Bürger. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Regionsabgeordneten Matthias Paul.
Zu Beginn stellten beide Kandidatinnen in kurzen Eingangsstatements ihre Ausbildung, ihren beruflichen Werdegang sowie ihre Motivation für die angestrebten Ämter vor. Den größten Teil des Abends nahmen anschließend Fragen und Anregungen aus dem Publikum ein. Dabei reichte das Themenspektrum von der Gemeindeschwester 2.0 über den Erhalt der Jugendwerkstätten bis hin zu Ankunftsklassen für Kinder mit Migrationserfahrung. Auch die mehr als 20 Jahre dauernde Planung des Radschnellwegs nach Hannover wurde angesprochen, da solche langen Verfahren nach Ansicht von Teilnehmern zur Politikverdrossenheit beitragen können.
Eva Bender griff die Anregung auf, nicht nur einzelne Projekte zu fördern. Um Ehrenamtliche besser bei ihrem Engagement zu unterstützen, seien langfristige Strukturen sinnvoll. Andrea Buhndorf ergänzte, dass hauptamtliche Kräfte Ehrenamtliche beim Einwerben von Fördermitteln für Projekte unterstützen könnten.
Beide Kandidatinnen verwiesen auf ihre beruflichen Erfahrungen. Eva Bender betonte dabei den Wert gemeinsamer Entscheidungen. Digitalisierung und Priorisierung müssten mit Augenmaß erfolgen, wobei auch Lösungen für Menschen ohne digitalen Zugang berücksichtigt werden müssten. Gerade ältere Menschen schätzten weiterhin die Möglichkeit eines analogen Zugangs zu Verwaltung und Dienstleistungen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie künftige Aufgaben umgesetzt werden sollen. Andrea Buhndorf kündigte an, den Dialog mit den Bürgern zu suchen und das Rathaus zu einem Ort zu machen, an dem sich Menschen willkommen fühlen. Zugleich brauche es klare Regeln für das Zusammenspiel von Rat und Verwaltung. „Wir brauchen eine Prioritätenliste“, sagte Buhndorf. „Wenn wir das nämlich nicht machen, verzetteln wir uns und kommen zu gar nichts. Weil 1000 Projekte nebeneinander herlaufen und nichts wird fertig. Die Bürgerinnen und Bürger sind total unzufrieden – und das zu Recht. Und deswegen muss Verwaltung einfach mit Politik besser arbeiten.“
Dr. Matthias Schorr vom Kulturverein Scena nutzte den Abend zudem, um sich beim SPD-Ortsverein Burgdorf dafür zu bedanken, dass künftig Ausstellungen im Jürgen-Rodehorst-Haus stattfinden können.
Auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung blieben zahlreiche Besucher noch zu weiteren Gesprächen vor Ort. Insgesamt erhielt der Abend viel positive Resonanz.
