
Die WGS FreieBurgdorfer hat eine neue Initiative zur Wiedereinführung des früheren Burgdorfer Kfz-Kennzeichens „BU“ gestartet. Mit entsprechenden Anträgen im Rat der Stadt Burgdorf und in der Regionsversammlung Hannover soll die Diskussion über Altkennzeichen erneut angestoßen werden. Hintergrund sind aktuelle Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene, die eine liberalere Vergabe von Kennzeichen ermöglichen könnten.
Wie aus dem Antrag an die Stadt Burgdorf hervorgeht, soll der Rat zunächst seinen bereits im Jahr 2019 gefassten Beschluss zur Wiedereinführung des Kennzeichens „BU“ bekräftigen. Die Stadtverwaltung soll anschließend erneut Gespräche mit der Region Hannover aufnehmen, um die Freigabe des Kennzeichens gemäß § 9 Absatz 3 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung zu erreichen. 
In der Pressemitteilung der WGS FreieBurgdorfer betont Fraktionsvorsitzender Rüdiger Nijenhof: „Wir sind schon seit Jahren der Auffassung, dass die Region nur in Vielfalt stark sein kann.“ Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über eine mögliche Kennzeichenliberalisierung hofft die Wählergemeinschaft nun auch auf Unterstützung anderer Fraktionen. „Es wäre nur folgerichtig, wenn die hiesigen Fraktionen den Kurs ihrer eigenen Landesregierung stützen und den Weg für lokale Identität frei machen“, wird Nijenhof zitiert.
Parallel dazu hat Nijenhof als Abgeordneter der Regionsversammlung einen weiteren Antrag eingebracht. Darin wird vorgeschlagen, dass die Region Hannover in einen Dialog mit den Städten Burgdorf, Neustadt am Rübenberge und Springe tritt, um die Wiedereinführung der Altkennzeichen „BU“, „NRÜ“ und „SPR“ zu prüfen. Ziel sei ein Modell, bei dem das Regionskennzeichen „H“ bestehen bleibt, den Bürgern jedoch zusätzlich die Wahl eines lokalen Kennzeichens ermöglicht wird. 
Der verkehrspolitische Sprecher der WGS-Fraktion, Dirk Bierkamp, hebt in der Pressemitteilung zudem die Bedeutung für viele Bürger hervor: „Viele Bürger wollen die alten Nummernschilder wiederhaben, weil sie damit die besondere Verbundenheit mit ihrem eigenen Ort, ihrer eigenen Stadt zeigen wollen.“
Nach Darstellung der WGS FreieBurgdorfer wäre die Wiedereinführung für die Verwaltung kostenneutral und könnte durch zusätzliche Wunschkennzeichen sogar Mehreinnahmen bringen. Gleichzeitig sehen die Initiatoren darin eine Möglichkeit, die lokale Identität der Städte innerhalb der Region Hannover stärker sichtbar zu machen.
