
Die Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehr Heeßel hat am heutigen Sonnabend, 14. März 2026, erstmals in der Fahrzeughalle stattgefunden – der Schulungsraum war schlicht zu klein für den Andrang. Rund 70 Gäste verfolgten die Berichte, Ehrungen und Grußworte, darunter Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn, Feuerwehrausschussvorsitzende Beate Neitzel, Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer, Stadtjugendfeuerwehrwart Lukas Tomm, Ortsbrandmeister Reinhard Nicks, sein Stellvertreter Marc-Robert Krey sowie Ortsvorsteher Peter Nicks.


Jugendfeuerwehr: Besuche in Hamburg und Wolfsburg
Sonja Taupadel präsentierte den Bericht der Jugendfeuerwehr. Zum Stichtag zählt die Einheit 19 Mitglieder – 5 Mädchen und 14 Jungen. Im vergangenen Jahr wurden zwei Mädchen und drei Jungen aus der Kinderfeuerwehr übernommen, ein weiteres Mädchen neu aufgenommen und zwei Jungen in die Eisnatzabteilung übergeben.
Das Programm im Jahr 2025 war dicht gefüllt: Die Jugendfeuerwehr nahm an den Maispielen und der Aktion Sauberes Dorf teil, besichtigte die Berufsfeuerwehr Hamburg sowie die Flughafenfeuerwehr gemeinsam mit der befreundeten Feuerwehr Colbitz und besuchte das Phaeno in Wolfsburg. Beim Laternenumzug in Heeßel begleitete die Gruppe mit Fackeln den Zug. Hinzu kamen ein Dienstabend zum Thema Erste-Hilfe, Kürbisschnitzen und die Abnahme der Jugendflammen. Den Jahresabschluss gestaltete die Jugendfeuerwehr mit einer Übernachtung im Feuerwehrhaus und selbstgebackener Pizza.
Einen besonderen Dank richtete Taubadel an den Förderverein, mit dessen Hilfe ein neues Mannschaftszelt angeschafft werden konnte. Es soll beim nächsten Zeltlager eingeweiht werden.
Kinderfeuerwehr: Von 14 auf 23 Kinder
Kinderfeuerwehrwartin Katharina Engelke berichtete von einer erfreulichen Entwicklung: Am 31. Dezember 2025 zählte die Kinderfeuerwehr noch ein Mädchen und 13 Jungen – aktuell sind es bereits 23 Kinder, und die Zahl steigt weiter. Fünf Kinder sind in die Jugendfeuerwehr übergetreten, elf haben die Gruppe verlassen, weil sie andere Hobbys gefunden hatten. „Manchmal kann man das nicht verhindern“, kommentierte Engelke.
Auch die Kinderfeuerwehr blickt auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück: Im Januar wurde ein Hindernisparcours in der Halle des Heeßeler SV aufgebaut, im Februar eine Faschingsparty gefeiert. Beim Besuch des Hofs am Moorem durften die Kinder Tiere streicheln, Ostereier bemalen und anschließend zu Fuß zurückmarschieren. Beim Osterfeuer in Heeßel gab es Ostereiersuche, Stockbrot und Glitzertattoos. Als Halbjahresabschluss fuhr die Gruppe gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr ins Phaeno, und nach den Sommerferien wurde gegrillt und Fußball mit Wasser gespielt. Im November begleitete die Kinderfeuerwehr traditionell den Laternenumzug, bevor ein weiterer AGT-Dienst und schließlich der Jahresabschluss mit Pizza, Übernachtung und Weihnachtsfilm folgten. Ein Kinoausflug zu „Zoomania 2″ in der Neuen Schauburg, ermöglicht durch die Stadtfeuerwehr Burgdorf, rundete das Jahr ab.
Für 2026 hat die Kinderfeuerwehr das Regionszeltlager im Juli, die Flämmchenprüfung, die Maispiele sowie einen Besuch bei der Feuerwehr Lehrte im Mai auf dem Programm.
Ehrungen
Der Nachmittag stand auch im Zeichen der Ehrungen. Die bisherigen Pokale waren vollständig mit Gravuren gefüllt – dank Sponsoren gibt es nun neue, doppelt so große Ausführungen. Den Pokal der Kinderfeuerwehr, gestiftet von Ortsvorsteher Peter Nicks, erhielt Leonard Veith; den Pokal der Jugendfeuerwehr, gestiftet vom Förderverein, Kilian Szczepanik. Beide Auszeichnungen berücksichtigen Dienstbeteiligung und persönliche Entwicklung.
Vergangenen Sonnabend hatten sechs Mitglieder die Jugendflamme Stufe I abgelegt – alle haben bestanden. Die Verleihung erfolgte heute: Tom Weber, Leora Mühlhausen, Julia Seifert und Richard Veith erhielten die Auszeichnung. Nicht anwesend, aber dennoch bestanden hatten, Lotta Kujau und Lea Hennies. Lasse Bernard und Fynn Malycha wurden für das Erreichen der Jugendflamme Stufe III geehrt. Samuel Laube, Lasse Bernard, Fynn Malycha und Adrian Szczepanik haben die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr erlangt – die höchste Auszeichnung, die in der Jugendfeuerwehr erreicht werden kann.
Auch eine Elternabordnung ergriff das Wort und dankte dem Betreuerteam: „Ihr habt ihnen gezeigt, sich gegenseitig zu unterstützen – und aus einer bunten Gruppe eine Einheit gemacht.“
Lob von allen Seiten
Die Grußworte fielen einhellig aus. Bürgermeister Armin Pollehn zeigte sich beeindruckt – nicht zuletzt davon, dass die Jahreshauptversammlung erstmals in der Fahrzeughalle stattfand, ähnlich wie bereits bei den Aktiven im Januar. „Wenn ich in eure Gesichter schaue: Ihr seid die Zukunft unserer Feuerwehr in Heeßel, für die Bürgerinnen und Bürger im Ort wie auch ganz Burgdorfs“, sagte Pollehn.
Feuerwehrausschussvorsitzende Beate Neitzel hob hervor, was Jugendfeuerwehr über Technik hinaus leistet: „Hier lernt man Sozialverhalten. Es geht nicht alleine – man muss sich aufeinander verlassen.“
Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer dankte ausdrücklich den Eltern, die ihre Kinder der Feuerwehr anvertrauen, sowie den Betreuern, die ihren Einsatz neben dem normalen Feuerwehrdienst leisten. Mit Blick auf das bevorstehende Regionszeltlager mit rund 1.300 Jugendlichen und Kindern sagte er: „Das Schöne ist: Egal wo man herkommt, bei den Aktionen machen alle mit.“
Ortsbrandmeister Reinhard Nicks richtete seinen Dank direkt an die jungen Mitglieder: „Ohne Nachwuchs könnte die Aktive nicht überleben. Bleibt, wie ihr seid.“ Ortsvorsteher Peter Nicks betonte, dass viele der heute aktiven Feuerwehrkameraden einst selbst aus der Jugendfeuerwehr Heeßel hervorgegangen sind. Björn Sund, Vorsitzender des Feuerwehr-Fördervereins, kündigte an, die Betreuer künftig zum Grillen einzuladen – als Dankeschön für ihren Einsatz.




















