
Die U19-Handballer der TSV Burgdorf haben sich im Hinspiel des Viertelfinals bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen ein Unentschieden erkämpft. Gegen den Vierten der Bundesliga Süd hieß es am Ende 31:31, nachdem es zur Halbzeit bereits 14:14 gestanden hatte.
Schon die Anfahrt nach Hüttenberg, wo der beheimatete Zweitligist TV Hüttenberg seine Heimspiele austrägt, bereitete Probleme. Rund 80 Kilometer vor der Spielstätte gab der Reisebus den Geist auf. Kurzfristig wurde ein Unternehmen aus der Nähe gefunden, das die Mannschaft mit Verspätung an den Zielort brachte. Der Dank gilt dabei der Lerch-Touristik Alsfeld GmbH für die prompte Hilfeleistung und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen für den dadurch verspäteten Anpfiff.
Trotz der verkürzten Warmmachphase verlief der Start für die Burgdorfer optimal. Kapitän Moritz Edlich und Levi Fielitz, der gleich doppelt traf, sorgten für ein schnelles 3:0. Danach kam der Gastgeber jedoch besser ins Spiel, konterte mit einem 4:0-Lauf und übernahm in der achten Minute erstmals die Führung. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs übernahm wieder die Reckenschmiede die Kontrolle und führte nach 16 Minuten mit 9:5, vier Minuten später mit 11:7. Eine Führung konnten die Burgdorfer allerdings nicht mit in die Halbzeit nehmen, weil dem Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff noch der Ausgleich gelang.
Nach dem Seitenwechsel nutzte die HSG den Schwung und die emotionale Stimmung vor mehr als 1000 Zuschauern und konnte vorlegen. Hinzu kam die harte Rote Karte gegen Lasse Hertzberg. Erst nach dem 19:20 in der 37. Minute sorgten Moritz Edlich, Clemens Bertram und Julius Pöthke wieder für einen Führungswechsel zugunsten der TSV. Diese Führung hielt bis kurz vor Schluss, auch weil Bendix Dietzsch die Siebenmeter sicher verwandelte und Julius Pöthke mehrfach mit Durchbrüchen erfolgreich war.
Fünf Minuten vor dem Abpfiff hatte der eingewechselte B-Jugend-Torhüter Thorben Skerhutt seinen großen Auftritt. Er parierte zunächst einen Siebenmeter von Jugendnationalspieler Leonard Volk und ließ anschließend zwei weitere Paraden folgen. Levi Fielitz traf danach doppelt und ließ seine Farben in der 57. Minute auf den Auswärtssieg hoffen.
Doch in der Schlussminute schaffte der Gastgeber zunächst den Anschlusstreffer. Als Julius Pöthke 22 Sekunden vor Schluss nach einem vermeintlichen Schrittfehler den Ball nicht schnell genug freigab, werteten die Schiedsrichter die Aktion als Unsportlichkeit. Sie entschieden auf Siebenmeter für die HSG und zeigten zudem die Rote Karte gegen Pöthke. Spätestens da war dem Gastgeber die emotionale Unterstützung der heimischen Fans gewiss.
TSV-Trainer Sven Hylmar zog dennoch eine positive Bilanz. „Auf Grund der Umstände bei der Anfahrt und der damit verbundenen verkürzten Spielvorbereitung haben wir das Beste aus der Situation gemacht. In so einem emotionalen Hexenkessel muss meine Mannschaft auch erstmal bestehen und das hat sie gut gemacht. Wir haben im Rückspiel alle Möglichkeiten, in die Runde der letzten vier Mannschaften einzuziehen.“
Das Rückspiel und damit die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft fällt am kommenden Sonnabend, 11. April 2026, ab 18.30 Uhr in der Burgdorfer RBG-Halle.
