
Seit der AltkreisBlitz als erstes Medium über die Veröffentlichung des Buches „Pepe Poseidonios – der kleine Stoiker aus dem Atlantik“ des Philosophen Carsten Adler berichtet hat, ist im Leben des Burgdorfer Geisteswissenschaftlers viel passiert.
Sein philosophisches Märchen entwickelte sich nicht nur in Deutschland zu einem Achtungserfolg, sondern ist inzwischen auch in Rumänien erschienen, wo es im teils deutschsprachigen Siebenbürgen mehrfach in den Medien gelobt wurde. Vor wenigen Tagen gab Adler zudem ein Interview für die Basler Zeitung, eine der größten Tageszeitungen der Schweiz.
„Das positive Feedback hat mich überrascht, denn natürlich ist ein philosophisches Märchen nicht das Genre, in dem man notwendigerweise mit breiter Aufmerksamkeit rechnet“, sagt der Autor. Vor allem die Unterstützung aus Burgdorf habe ihm Mut gemacht. „Natürlich ist man anfangs sehr unsicher, ob man auf dem richtigen Weg ist. Der Zusammenhalt in unserem Ort, der sich darin zeigte, wie viele Menschen bereit waren, mein Buch zu unterstützen, hat mich überwältigt und unfassbar gerührt. Damit meine ich nicht nur die Buchhandlungen Wegeners und FreyRaum, die sofort zusagten, mein Buch ins Präsenzsortiment aufzunehmen, sondern auch viele andere Geschäfte waren bereit, meine Flyer auszulegen oder mein Plakat aufzuhängen und viele Burgdorferinnen und Burgdorfer haben mich auf ihre ganz eigene Weise unterstützt. Nicht zuletzt natürlich die Bäckerei Meyer, in der ich mein Buch ja geschrieben habe und in der ich oft stundenlang saß und nette Gespräche mit lieben Menschen geführt habe, die mich inspiriert und ermutigt haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein Buch zu einem rundum Burgdorfer Projekt geworden ist – bis hin zu der Werbung und den Plakaten, die mir die Druckerei Block erstellt hat und die einfach wunderschön geworden sind. Alles in allem muss ich wirklich ein großes Danke an alle aussprechen, die mich in den Anfangswochen und bis heute so lieb und ermutigend unterstützt haben“, so Carsten Adler.
Nun geht der Weg für den Autor in großen Schritten weiter. Soeben ist das zweite Buch des inzwischen über die Region hinaus bekannten Burgdorfer Philosophen erschienen. Mit „Die einzige Religion…. ist Liebe!“ und dem Untertitel „Der philosophische Beweis, dass alle Religionen in ihrem Kern vereint sind“ vertritt der Geisteswissenschaftler eine weitreichende These.
Per Definition sei dem Begriff der „Religion“, der religio, die Liebe unabdingbar inhärent. Adler leitet dafür nicht nur etymologisch die ursprüngliche Bedeutung des Wortes her, sondern wagt auch grundlegende Definitionen der Begriffe „Liebe“ und „Religion“. Daraus leite sich ab, warum wahrhaftige Religion begrifflich zwangsläufig die bedingungslose Liebe beinhalten müsse.
„Ich unternehme eine Reise durch die verschiedenen Zeitalter und Kulturen und beweise, warum seit Anbeginn der Menschheit der religiöse Impuls – als Sehnsucht nach einer höheren Einheit – dem Menschsein unabdingbar immanent ist. Dabei darf man nicht den Begriff von ,Glaubensgemeinschaft‘ mit dem der ,Religion‘ gleichsetzen. Glaubensgemeinschaften waren selbstverständlich nicht immer friedlich, wie die Geschichte grausam zuhauf bewies. Aber wenn ich das tatsächliche Ansinnen von historisch gewachsenen Glaubensströmungen in ihrem Kern aufsuche, so finde ich erstaunlich einheitliche Parallelen zueinander, auf die wir uns besinnen sollten und die unfassbar spannend zu betrachten sind“, sagt der Autor, der nicht nur Philosophie und Religionswissenschaft studiert hat, sondern in einem multikulturellen familiären Umfeld mit unterschiedlichen Religionen aufgewachsen ist. „Ein Teil meiner Familie ist muslimisch und der andere Teil lebt in ganz Europa verteilt. Sowohl persönlich als auch religiös habe ich immer die Gemeinsamkeiten gesehen, gelebt und umarmt. Das hat mich bereichert und auch zu meiner Forschung inspiriert“, so Adler.
Die „religio“, abgeleitet vom lateinischen religare, beziehe sich auf den naturgemäß menschlichen Impuls, in allem die Verbindung und die Einheit aufzusuchen statt Spaltung, Trennung und Verfeindung. Menschsein bedeute Menschlichkeit und damit Nächstenliebe, so die Hypothese des Autors.
Carsten Adlers neues Buch verspricht Diskussionsstoff und wird nach seinen Angaben in Insiderkreisen bereits intensiv debattiert. In Burgdorf ist das Werk in den Buchhandlungen Wegeners und FreyRaum bestellbar, in Lehrte bei Böhnert sowie im Online-Buchhandel und direkt beim Verlag. Die ISBN lautet 978-3-95544-194-4.
„Die einzige Religion… ist Liebe!“ ist in dieser Woche im Manuela Kinzel Verlag erschienen. Auch Adlers erstes Werk, das Märchen „Pepe Poseidonios – der kleine Stoiker aus dem Atlantik“, ist dort erschienen und weiterhin im Buchhandel erhältlich.
