Radweg, Tunnel, Bahnübergang: Der WALV hatte viel zu besprechen

Der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Liegenschaften und Verkehr hatte bei seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 23. April 2026, im Ratssaal des Burgdorfer Schlosses einen vollen Tisch. Neben den vom AltkreisBlitz ausführlich diskutierten Themen Magdalenentunnel (wir berichteten), Bahnübergang Ahrbeck (wir berichteten) und neuer Fahrradständer in der Marktstraße (wir berichteten) standen weitere Punkte auf der Tagesordnung.

Radweg Heeßel–Burgdorf: Was kommt, was wartet

Die Üstra als Planungsbüro stellte den aktuellen Planungsstand für den Radweg von Burgdorf nach Heeßel vor. Einige Abschnitte werden zunächst zurückgestellt: der geplante Fahrbahnteiler in Heeßel sowie die Kreuzung Mönkeburgstraße rücken vorerst nach hinten. Umgesetzt wird dagegen der Abschnitt parallel zur K 112 – dieser liegt im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover. Im Bereich der Stadtgrenze, an der B 443, liegt die Zuständigkeit bei der Stadt Burgdorf.

Am Ortsausgang Heeßel ist eine Querungshilfe für den Rad- und Fußverkehr geplant, ergänzt durch eine Fahrbahnverengung in Richtung Burgdorf. Die bestehende Verbindung zum Magdalenentunnel soll im Bestand ausgebaut werden. Das beratende Ausschussmitglied Lutz Wackermann betonte, wie wichtig dieses Endstück für die Einwohner von Beinhorn und Heeßel sei: „Ich appelliere daran, dass dieses Endstück separat umgesetzt wird.“ Anfang 2027 soll es mit dem ersten Bauabschnitt losgehen.

Ein weiteres Thema: Tempo 30 in Heeßel. Die Region Hannover sieht aktuell keine Grundlage dafür – allerdings lief auch in der Ramlinger Straße in Ehlershausen bereits ein Modellversuch, der verstetigt werden soll. Die Verwaltung erklärte, man könne eine entsprechende Untersuchung auch für Heeßel anstoßen. Ariane Thieleking (CDU) gab zu bedenken, dass eine Zählung erst dann aussagekräftig sei, wenn der normale Verkehr wieder fließe – die Autobahnabfahrt Beinhorn sei wegen Bauarbeiten noch gesperrt.

Fußgängerüberweg in der unteren Marktstraße genehmigt

Zwei neue Fußgängerüberwege waren beantragt worden. Für die untere Marktstraße – auf Höhe des tedi Marktes – liegt die Genehmigung bereits vor. Derzeit prüft die Verkehrsbehörde die Beleuchtung; danach folgen die Markierungen. Bis zu den Sommerferien soll der Überweg fertig sein. Ein zweiter beantragter Überweg in der oberen Marktstraße befindet sich noch in der Prüfung. Wie berichtet sei ein Fußgängerüberweg auf Höhe des REWE-Marktes von der Verkehrsbehörde abgelehnt worden. Weiter westlich sehe die Möglichkeit nach Angaben der Stadtverwaltung aber besser aus.

Querung Poststraße bleibt vorerst ohne Markierung

Björn Sund (SPD) wies außerdem auf die Querungssituation an der Poststraße/Marktstraße hin (wir berichteten). Die Verwaltung sieht dort keinen akuten Bedarf – die Debatte darüber dürfte aber nicht abgeschlossen sein.

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