
Die SPD-Ratsfraktion in Burgdorf beantragt Maßnahmen zur Wiedernutzbarmachung der Fuß- und Radwegeverbindung am Bahnübergang Ahrbeck Nord.
In dem Antrag wird gefordert, dass der Bürgermeister die Verhandlungen mit der DB InfraGo wieder aufnimmt, um den Bahnübergang kurzfristig wieder nutzbar zu machen. Falls dies nicht innerhalb von drei Monaten zu einer Vereinbarung nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz führt, soll beim Eisenbahnbundesamt beantragt werden, die DB InfraGo zur Instandsetzung anzuweisen. Parallel soll ein Kreuzungsrechtsverfahren eingeleitet und eine Anordnung auf Errichtung einer neuen Sicherungsanlage beantragt werden. Neubauten sollen nach dem Antrag nur auf einseitiges Begehren der DB InfraGo akzeptiert werden.
Außerdem soll eine Anrufung des Verwaltungsgerichtes im Rahmen eines Parteienstreitverfahrens beim Bundesministerium für Verkehr vorbereitet werden. Die Fraktion verlangt zudem, dass die ohne Zustimmung der Stadt abgebrochene Fahrbahnbefestigung im Bahnübergangsbereich unverzüglich wiederhergestellt wird. Zusätzlich soll der öffentliche Charakter der Wegeverbindung insbesondere auf der Westseite nach dem Grundsatz der unvordenklichen Verjährung nachgewiesen werden.
Nach dem Sachverhalt wurde der ehemals mit automatischen Halbschranken gesicherte Bahnübergang an der Strecke Lehrte – Celle bei Bahn-Kilometer 23,181 im Zuge eines Rad- und Fußweges im April 2023 von der DB InfraGo nach einem technischen Defekt gesperrt. Die DB InfraGo beruft sich auf höhere Gewalt durch einen Blitzschlag, ein Nachweis dieses Ereignisses sei dem Baulastträger der Gleisanlagen bisher nicht gelungen. Am Montag, 22. Januar 2026, referierten zwei Vertreter der DB InfraGo im Verkehrsausschuss des Rates der Stadt Burgdorf zu der aus Sicht des Antrags nicht möglichen Instandsetzung oder Erneuerung des Bahnübergangs.
In der Begründung des Antrags heißt es, die Stadt Burgdorf könne sich mit der Sperrung nicht abfinden. Der Fuß- und Radweg zwischen Burgdorfs Südstadt und dem Stadtpark östlich der Bahnstrecke sowie der Lehrter Straße auf der Westseite sei bereits 2011 im Verkehrskonzept der Stadt als wichtige Verbindung für die Einwohner Ahrbecks zum Stadtzentrum und für die Bewohner der Südstadt in Richtung Lehrte und zum Naherholungsgebiet Ahrbecker Kiesteich ausgewiesen worden. Im in Arbeit befindlichen Mobilitätskonzept erhalte diese Verbindung zusätzliche Bedeutung als Zubringer der Südstadt zur Hauptveloroute Burgdorf – Hannover.
Der Antrag stützt sich nach den Unterlagen auf die Stellungnahme des Eisenbahnbundesamtes vom Donnerstag, 10. Februar 2026, die den Ausschussmitgliedern und der Stadtverwaltung vorliegt. Ziel der Stadt soll es sein, die Verbindung im Zuge des Fuß- und Radweges schnellstmöglich wiederherzustellen. Ob dies durch eine Reparatur oder einen Ersatzneubau der Bahnübergangssicherung erfolgt, wird nach dem Antrag grundsätzlich der DB InfraGo überlassen. In allen Fällen wird eine Kreuzungsvereinbarung zwischen der Stadt und der DB InfraGo als erforderlich beschrieben, die Zeit- und Kostenfestlegungen enthalten soll.
In der Beratungsfolge sind der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Liegenschaften und Verkehr für Freitag, 11. Juni 2026, als Vorberatung und der Verwaltungsausschuss für Mittwoch, 16. Juni 2026, als Entscheidungsgremium aufgeführt.
Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Antrag , Antrag Bahnübergang Ahrbeck – Wiedernutzbarmachung der Fuß- und Radwegeverbindung.
