
Stadtmarketing Burgdorf bietet am Sonntag, 7. Juni 2026, eine neue Stadtführung zum Thema „Jüdisches Leben in Burgdorf“ an. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Wicken-Thies-Brunnen auf dem Spittaplatz.
Die von Dagmar Bendig geleitete Führung erinnert an einen der dunkelsten Abschnitte der Burgdorfer Geschichte. Wie in ganz Deutschland litten auch Burgdorfer Einwohner jüdischen Glaubens nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 unter zahlreichen Repressionen und willkürlichen Anfeindungen durch die Handlanger des Regimes. Als Opfer des Antisemitismus hatten sie keine Möglichkeit mehr, ihren bis dahin gewohnten Lebensalltag unbehelligt fortzusetzen oder sich der drohenden Deportation in ein Vernichtungslager zu entziehen.
Die Führung richtet den Blick auf das Schicksal der früher in Burgdorf lebenden jüdischen Mitbürger und weist zugleich auf die lange Tradition des jüdischen Glaubens in der Stadt hin. Dagmar Bendig stellt den Teilnehmern Orte vor, an denen sich bis in die 1930er Jahre jüdisches Leben abspielte.
Dazu gehörte auch die bis 1934 genutzte Synagoge. Ihre ehemaligen Räumlichkeiten erhielten 2008 eine neue Bestimmung als KulturWerkStadt. Eine Gedenktafel erinnert daran, dass das Gebäude einst als Stätte des Gebetes diente.
An die Häuser, in denen Einwohner jüdischen Glaubens lebten, erinnern seit 2006 Stolpersteine. Die Messingplatten sind flach in den Bürgersteig eingelassen und tragen Inschriften mit Namen sowie Angaben zum weiteren Schicksal der früheren Bewohner.
Teilnehmerkarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2 in Burgdorf, Telefon 05136/1862.
