
Die Stadt Burgdorf befasst sich mit weiteren Projekten für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Die Beschlussvorlage der Verwaltung sieht vor, für die zweite und dritte Tranche des Förderprogramms eine Interessenbekundung abzugeben und dafür mehrere Vorhaben vorbereiten zu lassen.
Nach dem Beschlussvorschlag sollen für die zweite Tranche die Sanierung der Sporthalle der Gudrun-Pausewang-Grundschule ohne Lehrschwimmbecken sowie ein Kunstrasenplatz auf dem B-Platz des 1. FC Burgdorf vorbereitet werden. Für die dritte Tranche sind eventuell nicht berücksichtigte Vorhaben vorheriger Tranchen sowie die Sporthalle der Waldschule Ramlingen-Ehlershausen, die Sporthalle der Grundschule Otze und die Mehrzweckhalle Schillerslage vorgesehen.
Die Vorlage verweist darauf, dass die Umsetzung dieser Projekte personelle Entlastungen in mehreren Fachbereichen erfordert. Genannt werden Verschiebungen beim Projektstart für die Sanierung der Sporthalle der Waldschule Ramlingen-Ehlershausen und für das Feuerwehrgerätehaus der Ortsfeuerwehr Dachtmissen in der Gebäudewirtschaft, eine Zurückstellung der Evaluation der Schulentwicklungsplanung und der Medienentwicklungsplanung in der Abteilung Schulen, Kultur und Sport sowie eine Streckung von Beschaffungen für Kindertagesstätten und Schulen im Bereich der Außenanlagen oder eine Verschiebung der Umgestaltung der Außenanlage der Kindertagesstätte Schillerslage in der Tiefbauabteilung.
Für das Projekt „Kunstrasenplatz“ soll der städtische Kostenanteil maximal 135.000 Euro betragen. Die Vorlage nennt außerdem, dass das Bundesprogramm insgesamt eine Milliarde Euro Fördermittel umfasst, die in drei Tranchen mit jeweils 333 Millionen Euro vergeben werden. Für öffentliche Sporthallen sowie Hallen- und Freibäder sind ebenso Förderungen vorgesehen wie für Sportfreianlagen, die saniert oder umgewandelt werden können.
Die interfraktionelle Arbeitsgruppe hatte nach Angaben der Vorlage bereits Prioritäten für die Fördertranchen vorgeschlagen. Für die Sporthalle der Gudrun-Pausewang-Grundschule war dabei zunächst auch das Lehrschwimmbecken genannt worden. Die Verwaltung führt jedoch aus, dass dieses Becken durch Ratsbeschluss stillgelegt worden sei und dass eine Sanierung nicht weiter verfolgt werden solle. Eine Sanierung der Sporthalle solle aber für die zweite Tranche berücksichtigt werden.
Zur Sporthalle Otze heißt es in der Vorlage, dass die Berücksichtigung für die dritte Tranche vorgesehen werden solle, weil die Projektgruppe für das Vorhaben „Grundschule Otze; Erweiterung“ erst im März 2026 ihre Arbeit aufgenommen habe und für die zweite Tranche noch nicht die erforderliche Projektreife gegeben sei. Für das Projekt „Kunstrasenplatz“ wird zudem darauf hingewiesen, dass es sich um ein gemeinsames Vorhaben des 1. FC Burgdorf, des TSV Burgdorf und des SV Sorgensen handelt und dass bei Vorhaben Dritter die Kommune das Antragsverfahren durchführen und eine Kostenbeteiligung von mindestens zehn Prozent tragen muss.
Beratend befasst sich zunächst der Ausschuss für Schulen, Kultur und Sport am Dienstag, 15. Juni 2026 mit der Vorlage. Der Verwaltungsausschuss soll am Mittwoch, 16. Juni 2026 eine Empfehlung abgeben, bevor der Rat am Freitag, 18. Juni 2026 entscheidet.
Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Vorlage.
