
Amalia Stadnichuk (W15), Jonne Peters, Bela Lehmann, Julien Rautenberg und Florian Sellemann (alle M14) von der TSV Burgdorf starteten am Wochenende bei den Landesmeisterschaften/Halle im Sport-Leistungszentrum in Hannover und legten allesamt einen überzeugenden Auftritt hin. Mit drei Titeln und vielen persönlichen Bestleistungen war Jonne Peters der Star des Wochenendes.
Am Sonnabend ging es mit den 60-Meter-Sprint los. Gleich im Zwischenlauf knackte er erstmalig die Schallmauer von 8 Sekunden und verbesserte seine persönliche Bestzeit auf 7,93 Sekunden. Im Finale konnte er diese Zeit mit 7,97 Sekunden nochmals bestätigen und mit Platz 3 war der erste Podestplatz gesichert. In seiner Paradedisziplin dem Weitsprung zeigte das Mehrkampftalent seine Klasse. Alle seine Sprünge hätten zum Sieg gereicht und seine Siegesweite von 5,44 Meter war nur denkbar knapp unter seiner bisherigen persönlichen Bestleistung. Der Hochsprung zeigte sich erwartungsgemäß etwas schwierig, da diese Disziplin im Winter auf den glatten Hallenböden nur schlecht trainiert werden kann. Trotzdem übersprang Jonne Peters 1,53 Meter und scheiterte nur knapp an der nächsten Höhe. Der Vizetitel wurde eingefahren. Den Abschluss bildete die 4×100-Meter-Staffel mit Florian Sellemann am Start, Jonne Peters an 2, Julien Rautenberg an 3 und Bela Lehmann als Schlussläufer. In einer für die Halle sehr starken Zeit von 52,32 Sekunden wurden die Burgdorfer Jungbullen sensationell vor der traditionell sehr starken Staffel aus Oldenburg Landesmeister. Die Freude war bei allen Beteiligten riesig.
Bela Lehmann war direkt nach einem Handballspiel der Jungrecken zur Landesmeisterschaft angereist. Er hatte über 800 Meter die schnellste Vorlaufzeit. Doch die Konkurrenz war stark vertreten und viele Läufer hatten nur wenige Sekunden langsamere Meldezeiten. Er kam etwas schwer ins Rennen und fühlte sich während des Laufes überhaupt nicht spritzig, trotzdem konnte er sich dank einer starken Schlussrunde noch auf Platz 3 schieben. Die Uhr stoppte für ihn bei starken 2:18,18 Minuten. Zwei andere Läufer waren etwas schneller unterwegs. Viel Zeit blieb Bela Lehmann nicht zum Trübsal blasen, denn die Staffel mit dem Titel und dem begehrten Wimpel blies alle Sorgen schnell weg.
Julien Rautenberg starte zuerst über 60 Meter. Dank seiner starken Meldezeit direkt im Zwischenlauf. Leider patzte er beim Start und danach verkrampfte er etwas beim Sprint. So stoppte die Zeit bei 8,66 Sekunden, welche allerdings nicht für den eventuell erhofften Endlauf reichte. Beim Weitsprung kam Julien auch nur schwer rein. Zwei Fehlversuche am Anfang sorgten doch etwas für Nervosität. Dank 4,78 Meter im 3. Versuch reichte es doch noch für das Finale. Aber im Anlauf blieb weiterhin der Wurm drin, so dass Julien Rautenberg sich nicht mehr verbessern konnte. Am Schluss stand Platz 5 zu Buche.
Florian Sellemann ist seit einigen Wochen wieder verletzungsfrei und wollte seine Form im Sprint messen. Gleich im Vorlauf sprintete er in 8,38 Sekunden ins Ziel. Die Freude über die neue persönliche Bestzeit und die Qualifikation für den Zwischenlauf war groß. Auch hier lief er nochmal starke 8,43 Sekunden, die allerdings knapp nicht für das Finale reichten.
Sowohl Florian Sellemann und Julien Rautenberg freuten sich zum Abschluss zusammen mit Jonne Peters und Bela Lehmann über den überraschenden Staffelsieg.
Den Auftakt am Sonntag machte das TSVer Wurf-Talent Amalia Stadnichuk. Kugelstoßen stand in der Halle auf dem Programm. Mit 11,33 Meter Meldeleistung war sie klare Favoritin und gleich im 1. Versuch wurde sie dieser Rolle auch gerecht. Es wurden 11,89 Meter gemessen. Im 2. Versuch erzielte sie 11,91 Meter die Siegesweite. Landesmeisterin, Vereinsrekord und über zwei Meter vor der Zweitplatzierten. Alle sechs Versuche landeten über der 11-Meter-Marke. Sie zeigte eine sehr stabile und souveräne Vorstellung. Kommende Woche geht nach Delmenhorst zu den Landesmeisterschaften Winterwurf im Diskus und Hammer.
Jonne Peters, Julien Rautenberg und Bela Lehmann traten am 2. Tag noch beim technisch anspruchsvollem Hürdensprint an. Jetzt in der M14-Klasse sind die Hürden noch weiter auseinander und höher. Die Jungs meisterten diese Aufgabe mit Bravour. Alle drei qualifizierten sich zum Endlauf. Es war eine wirkliche Machtdemonstration. Platz 1 Jonne Peters in 9,34 Sekunden (persönliche Bestleistung), momentan Platz 2 in der Deutschen Bestenliste, Platz 2 Bela Lehmann in 9,58 Sekunden nur knapp dahinter (persönliche Bestleistung) und auf Platz 5 Julien Rautenberg in 10,67 Sekunden.


