Medizinbrücke Uganda: Weitere Hilfstransporte aus Burgdorf auf dem Weg

Das humanitäre Projekt „Ausgemusterte funktionstüchtige medizinische Ausrüstung für Hospitäler der Flüchtlingssiedlungen Kiryandongo und BidiBidi in Nord-Uganda“, das von Burgdorf ausgeht, verzeichnet erfreuliche Fortschritte. Fünf Seecontainer mit medizinischer Ausrüstung für den ambulanten und stationären Betrieb, mit Ausnahme von Medikamenten, wurden bereits nach Kiryandongo transportiert. Mit dieser Unterstützung kann das dortige Health Center nicht nur Bewohner der Siedlung, sondern auch die einheimische Bevölkerung der Umgebung auf gutem medizinischem Niveau versorgen. Zudem besteht die Aussicht auf eine staatliche Anerkennung als regionales Krankenhaus.

Der sechste Transport hat inzwischen den Hafen Mombasa in Kenia erreicht und wird weiter in die Flüchtlingssiedlung BidiBidi im Norden Ugandas gebracht. Ein siebter Transport befindet sich bereits in Vorbereitung. BidiBidi ist etwa dreimal so groß wie Kiryandongo. Seit dem Krieg im Sudan hat sich die Versorgungslage dort weiter verschärft, da täglich Hunderte, teilweise Tausende Flüchtende ankommen. Künftige Transporte sollen daher vorrangig dorthin gehen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Projektteam, der ugandischen Partnerorganisation „HUDO Center“, dem Health Center und der Distriktverwaltung in Kiryandongo hat das Engagement erweitert. Seit Anfang 2025 hospitieren zweimal jährlich abwechselnd kleine Gruppen von Ärzten und Pflegekräften aus dem Health Center und einem Regionsklinikum in Deutschland. Dieser fachliche Austausch wird als gegenseitiges Lernen auf Augenhöhe beschrieben und soll langfristig fortgeführt werden.

Im Zuge dieser Weiterentwicklung wurde der bisherige Projektname in „Medizinbrücke Uganda“ geändert. Unter diesem Namen ist nun auch eine eigene Internetseite erreichbar, die über die Arbeit informiert.

Mit der Ausweitung der Aktivitäten steigt zugleich der Finanzierungsbedarf. Für beide Teilprojekte bestehen Förderungen durch entsprechende Organisationen, die jedoch höchstens die Hälfte der Gesamtkosten abdecken. Die übrigen rund 10.000 Euro müssen weiterhin über Spenden eingeworben werden. Spenden sind über die Internetseite möglich oder per Überweisung an das Antikriegshaus Sievershausen, IBAN DE68 5206 0410 0300 6005 20, Kennwort MBU.

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