Am Montag, 9. März 2026, findet in Burgdorf ein bundesweiter intersektional-feministischer Frauen*streik statt. Die Kundgebung beginnt um 16:30 Uhr auf dem Spittaplatz. Der Aktionstag macht nach Angaben der Organisatoren unbezahlte und schlecht bezahlte Arbeit sichtbar und fordert Gleichstellung, Schutz vor Gewalt, die Anerkennung von Care-Arbeit sowie soziale Absicherung und politische Teilhabe.
Organisiert wird der Frauen*streik in Burgdorf vom Verein „Burgdorf ist bunt!“ gemeinsam mit engagierten Frauen aus Burgdorf und Burgwedel. Unterstützt wird die Initiative von weiteren Vereinen, Verbänden und Projekten, darunter dem Frauen- und Mütterzentrum. Der Aktionstag ist Teil einer bundesweiten Bewegung und kein Streik im tarifrechtlichen Sinne.

Bei der Kundgebung sind Redebeiträge von Yvonne Marchewitz von den GewerkschaftsGrünen sowie von Isabel Rojas, stellvertretende Landesvorsitzende der GEW, angekündigt. Die Bühnenpoetin Antonia Josefa aus Hannover wird Texte vortragen. Zudem informieren Plakate über Bereiche, in denen Frauen und marginalisierte Geschlechter nach Auffassung des Bündnisses weiterhin benachteiligt werden. Die Buchhandlung FreyRaum unterstützt die Veranstaltung mit einem Büchertisch.
Kinder sind ausdrücklich willkommen. Geplant sind unter anderem eine Kreidemalaktion, ein Spielbereich sowie ein Infostand und ein interaktiver Hindernisparcours des Frauen- und Mütterzentrums.
Mit der Aktion „Stell dir vor, ich würde heute streiken“ ruft das Bündnis in Burgdorf und Burgwedel zu einem symbolischen Streiken auf. Buttons und Poster sollen am Aktionstag getragen oder aufgehängt werden. Der „Streik“ bezieht sich nicht nur auf Erwerbsarbeit, sondern insbesondere auf unbezahlte Sorgearbeit wie Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. „Unbezahlte Sorgearbeit hält unser Zusammenleben am Laufen – doch sie bleibt unsichtbar, ungleich verteilt und vor allem von Frauen und marginalisierten Gruppen geleistet. Mit unserer Aktion machen wir auf diese strukturelle Ungerechtigkeit aufmerksam und regen zum Umdenken an“, erklärt Laura Schomaker von Burgdorf ist bunt!.
Auch Serena Spitzner aus Burgwedel beteiligt sich am Bündnis. „Ich finde es wichtig, auch im direkten Umfeld aktiv zu werden und auf die immer noch bestehenden Ungleichheiten aufmerksam zu machen“, sagt sie.
Der bundesweite Aktionstag wird vom Töchter Kollektiv koordiniert, einer intersektional-feministischen politischen Bewegung. Weitere Informationen sind unter burgdorfistbunt.de sowie toechterkollektiv.de zu finden. Eine Übersicht aller bundesweiten Aktionsorte gibt es unter toechterkollektiv.de/karte/.

