Barrierefreie Bushaltestellen genehmigt – Magdalenentunnel-Planung abgelehnt

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Burgdorf hat in seiner jüngsten Sitzung den Umbau zu barrierefreien Bushaltestellen im Stadtgebiet begrüßt und dafür seine Zustimmung erteilt. Das erklärte am heutigen Mittwoch, 29. April 2026, Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn gegenüber dem AltkreisBlitz.

„Den barrierefreien Ausbau weiterer Haltestellen im Stadtgebiet Burgdorf begrüßen wir sehr.“ Das schreibt die Region Hannover an die Stadt Burgdorf. Dazu gibt sie folgende Anmerkungen: Die Region Hannover plant im kommenden Nahverkehrsplan, die Einstiegshöhe der Busborde zu erhöhen. Demnach sollen 22 cm angestrebt werden, mindestens aber 18 Zentimeter Bordhöhe. Die Stadt Burgdorf wird gebeten, dies in ihren Planungen für die vorliegenden Haltestellen bereits zu berücksichtigen. Die Haltestellen Betriebshof und Duderstädter Weg erhalten ebenfalls eine gesicherte Querungsstelle. Aufgrund der Kreuzung müssten das Sechs-Zentimeter-Bord und die Nullabsenkung getauscht werden, da blinde und sehbehinderte Personen immer kreuzungsabgewandt geleitet werden müssen. In den Planungen seien keine Fahrradabstellbügel enthalten – sollten diese vorgesehen sein, so ist dafür Sorge zu tragen, dass diese weder auf der Aufstellfläche im Wartebereich platziert sind, noch die barrierefreie Erreichbarkeit der Aufstellfläche behindern.

Darauf erklärte die Tiefbauabteilung der Stadt Burgdorf, dass in Abstimmung mit der regiobus an den Bushaltestellen Betriebshof und Duderstädter Weg die 18 Zentimeter Bordhöhe berücksichtigt würden. An der Haltestelle Lippoldstraße soll allerdings eine Bordhöhe von 16 Zentimetern gebaut werden, da die Haltestelle direkt vor einer Kurve liegt – bei 18 Zentimetern könnte es zu Beschädigungen an den Bussen führen. Die Seiten vom Sechs-Zentimeter-Bord und der Nullabsenkung an der gesicherten Querungsstelle an der Bushaltestelle Duderstädter Weg würden getauscht. Die erforderlichen Maße für den barrierefreien Ausstieg an der 2. Bustür wurden beachtet. Bei den Haltestellen Lippoldstraße und Betriebshof beträgt die Aufstellfläche auch vor dem Wartehäuschen drei Meter; bei der Bushaltestelle Duderstädter Weg wird die Haltestelle so angelegt, dass sich die Wartehalle nicht im Bereich der 2. Bustür befindet. Fahrradbügel sind in den Planungen nicht vorgesehen, da bei diesen Haltestellen kein entsprechender Bedarf besteht.

Magdalenentunnel: Neubau statt Sanierung

Der Verwaltungsausschuss lehnte zudem die vorgelegten Planungen für den Magdalenentunnel ab, der Teil des geplanten Radweges von Burgdorf nach Heeßel ist. „Die vorgelegte Planung entspricht nicht unseren Vorstellungen“, sagte Pollehn. „Wir werden nicht viel Geld ausgeben, und nichts wird verbessert.“ Der Verwaltungsausschuss spreche sich stattdessen für den Vorschlag aus, einen neuen Tunnel zu bauen; die Kosten dafür sollen nun ermittelt werden. Das Thema werde in den zuständigen Ratsausschüssen beraten werden, so der Bürgermeister. Wie berichtet hatte bereits der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Liegenschaften und Verkehr am Donnerstag, 23. April, die Planung für den Magdalenentunnel zurückgestellt.

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