Unfallzahlen in Burgdorf steigen leicht an

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Burgdorf ist im Jahr 2025 leicht gestiegen, bewegt sich nach Angaben der Polizeiinspektion Burgdorf aber weiterhin auf einem vergleichbaren Niveau der vergangenen Jahre. Für die Stadt Burgdorf und die Gemeinde Uetze wurden insgesamt 1221 Verkehrsunfälle registriert. Das waren 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach dem Tief während der Corona-Pandemie liegen die Zahlen damit wieder etwa auf dem Niveau der Jahre vor der Pandemie. 

Im Stadtgebiet Burgdorf kam im November 2025 ein Mensch bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall auf der B188 in Höhe der Anschlussstelle Nord. Dort kam es zu einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge, nachdem ein Fahrzeugführer aus bislang unbekannter Ursache in den Gegenverkehr geraten war. Er erlag seinen Verletzungen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit leichtverletzten Personen stieg im Zuständigkeitsbereich der Polizei insgesamt um knapp sieben Prozent. In Burgdorf setzte sich dabei nach Angaben der Polizei ein seit fünf Jahren anhaltender Anstieg fort. 2025 wurden in Burgdorf 113 Verkehrsunfälle mit leichtem Personenschaden registriert. Bei den Verkehrsunfällen mit schwerem Personenschaden setzte sich dagegen ein positiver Trend fort. In Burgdorf sank die Zahl auf zwölf Fälle.

Bei den Unfällen mit Fußgängern wurde nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2024 wieder ein Rückgang verzeichnet. Im Bereich der Stadt Burgdorf ereigneten sich 17 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgängern. Die Polizei weist zudem darauf hin, dass die Verkehrsunfallaufnahme im Laufe des Jahres 2025 vollständig digitalisiert wurde. Dadurch wurden insbesondere bei Bagatell- und leichteren Unfällen mehr Details erfasst als in der Vergangenheit, was sich auf einzelne Auswertungen auswirken kann.

Im besonderen Fokus der Polizei stehen weiterhin Kinder, Jugendliche, junge Fahrende, Senioren sowie Rad-, Pedelec- und E-Scooter-Fahrende. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Minderjährigen bis 17 Jahre stieg im Gesamtbereich Burgdorf/Uetze von 2024 auf 2025 um rund 30 Prozent. Auch die Zahl der Schulwegunfälle erhöhte sich von drei auf acht. In Burgdorf verunglückten fünf Schulkinder auf dem Schulweg.

Bei Radfahrenden wurde dagegen eine leicht positive Entwicklung festgestellt. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrenden ging 2025 um fünf Prozent zurück. Auch die Zahl der Unfälle mit leichtem oder schwerem Personenschaden unter Beteiligung von Radfahrenden sank. In Burgdorf wurden 40 verletzte Radfahrende registriert. Der Anteil der Pedelecs an den Fahrradunfällen stieg im Gesamtbereich von 20 auf 25 Prozent.

Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl der Unfälle mit E-Scootern. Im gesamten Zuständigkeitsbereich wurden 21 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von E-Scootern gezählt, 2024 waren es noch neun. In Burgdorf stieg die Zahl von acht auf 16. Bei 81 Prozent dieser Unfälle kam es zu Personenschaden, die Verletzungen verliefen jedoch ausschließlich leicht. Die Polizei kündigt an, E-Scooter im Jahr 2026 verstärkt bei Kontrollen und Präventionsmaßnahmen zu berücksichtigen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss sank im Gesamtbereich das zweite Jahr in Folge. 18 Unfälle unter Alkoholeinfluss bedeuteten einen Rückgang um 22 Prozent. Die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss stieg dagegen von zwei auf vier. Die Zahl der Unfallfluchten erhöhte sich von 287 auf 306 Fälle, die Aufklärungsquote sank leicht von 40,1 auf 39,2 Prozent.

Polizeioberrat Björn Korth, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Burgdorf, kündigt an, dass die Polizei ihre vorhandenen personellen Ressourcen auch 2026 neben der allgemeinen Verkehrsüberwachung gezielt zur Bekämpfung der bekannten Hauptunfallursachen einsetzen werde. Dazu zählen insbesondere Geschwindigkeit, Abbiege- und Einbiegekonflikte, Vorfahrtsverstöße sowie körperliche Mängel, zu denen auch Alkohol- und Drogeneinfluss gehören.

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