Rudolf Alker, Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Burgdorf, hat eine Anfrage zum Schwimmenlernen von Kindern in Burgdorf gestellt. Sie soll im Ausschuss für Schule und Kultur am Montag, 15. Juni 2026, beantwortet werden.
Alker verweist in seiner Anfrage auf eine DLRG-Befragung aus dem Jahr 2022. Danach hätten 37 Prozent der Grundschulkinder nicht einmal das Seepferdchen. 20 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen könnten nicht schwimmen. Das seien doppelt so viele Kinder wie im Jahr 2017. Als mögliche Ursachen nennt Alker unter anderem zu wenige Schwimmzeiten in Bädern, überbuchte Kurse und insgesamt weniger Bewegung bei Kindern.
Vor diesem Hintergrund möchte Alker von der Stadtverwaltung wissen, wie viele Angebote zum Schwimmenlernen im vergangenen Jahr im Burgdorfer Hallen- und Freibad durchgeführt wurden und welche Anbieter regelmäßig Schwimmkurse in Burgdorf anbieten. Außerdem fragt er, welche Kosten für Eltern entstehen und ob es kostenlose oder bezuschusste Angebote für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen gibt.
Auch Angebote zur frühen Wassergewöhnung, etwa Babyschwimmen, sowie Wartezeiten für Schwimmkurse sind Teil der Anfrage. Darüber hinaus möchte Alker wissen, welche regelmäßigen Angebote zum Schwimmunterricht es an den Burgdorfer Grundschulen, an der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule und am Gymnasium gibt.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Nutzung des Hallen- und Freibades durch Burgdorfer Schulen. Die Verwaltung soll darstellen, in welchem Umfang die Schulen das Bad im Jahr 2025 für den Sportunterricht genutzt haben. Zudem fragt Alker, ob Anfragen von Schulen zu Schwimmunterricht oder Schwimmlernkursen wegen fehlender Bahnen oder Hallenzeiten abgelehnt werden mussten.
In seiner Anfrage verweist Alker außerdem auf ein Programm der Region Hannover, das seit 2022 Schwimmkurse für Vier- bis Achtjährige fördert. Nach seinen Angaben haben in knapp vier Jahren rund 12000 Kinder in mehr als 1000 Kursen schwimmen gelernt. Im Jahr 2025 seien 135 Kurse direkt durch die Region gefördert worden.
Alker möchte deshalb wissen, ob Kitas, Schulen oder Vereine aus Burgdorf an diesem Programm teilgenommen haben. Abschließend fragt er, welche Möglichkeiten die Stadtverwaltung sieht, das Schwimmenlernen von Kindern künftig zu unterstützen.
