WGS fragt nach Zustand und Sanierung der Burgdorfer Straßendecken

Die WGS FreieBurgdorfer hat eine Anfrage zum Zustand, zur Sanierungsqualität und zur Wirtschaftlichkeit der Straßendecken im Burgdorfer Stadtgebiet gestellt. Hintergrund sind nach Angaben der Fraktion erneut erhebliche Schäden an Fahrbahndecken nach dem vergangenen Winter.

Die Wählergemeinschaft verweist auf den Wechsel aus starken Niederschlägen sowie Frost- und Tauperioden, der zu Aufbrüchen und tiefen Schlaglöchern geführt habe. Dies beeinträchtige nicht nur den Fahrkomfort, sondern stelle auch eine Gefährdung für Radfahrer und Autofahrer dar.

In der Anfrage dankt Fraktionsvorsitzender Rüdiger Nijenhof ausdrücklich den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs. Sie seien seit Monaten unter schwierigen Bedingungen im Einsatz, um Winterschäden zu beseitigen. Zugleich kritisiert die WGS, dass verschlossene Schadstellen häufig nach kurzer Zeit erneut aufbrechen würden. Als Beispiele nennt die Fraktion den Ostlandring, den Berliner Ring und den Niedersachsenring.

Nach Auffassung der WGS sollten Winterschäden Ende Mai eigentlich bereits final behoben sein. Zudem verweist die Fraktion auf die sommerlichen Temperaturen. Provisorisch verbauter Kaltasphalt könne sich bei starker Hitze unter der Last schwerer Fahrzeuge wieder verformen und dadurch zu gefährlichen Spurrillen führen.

Die WGS fragt die Verwaltung deshalb unter anderem, welche Erfahrungen zur Haltbarkeit des aktuell genutzten Kaltmischguts auf stark frequentierten Straßen vorliegen. Außerdem möchte die Fraktion wissen, ob die Stadt den Bauhof durch den vermehrten Einsatz von Heißasphalt unterstützen könnte, um wiederholte Nachbesserungen an denselben Stellen zu vermeiden. Dabei verweist sie auf die Gemeinde Uetze, die nach Einschätzung der WGS bereits auf nachhaltigere Sanierungen mit Heißasphalt setze.

Ein weiterer Schwerpunkt der Anfrage liegt auf digitalen Erfassungssystemen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die WGS auf ein KI-gestütztes Kartografierungsverfahren hingewiesen, über das der NDR im Zusammenhang mit der Stadt Oldenburg berichtet hatte. Dort solle die digitale Erfassung Straßenbau-Ingenieure entlasten, Ressourcen sparen und die langfristige Planung verbessern. Die WGS möchte nun wissen, ob die Burgdorfer Verwaltung dazu inzwischen Informationen eingeholt hat und welche Chancen sie in solchen digitalen Systemen sieht.

Die Fraktion fragt außerdem nach präventiven Plänen für stabile Straßendecken bei anhaltender sommerlicher Hitze, nach Daten zum personellen und finanziellen Aufwand wiederholter Nachbesserungen im Vergleich zu dauerhaften Sanierungen sowie nach dem aktuellen Zeitplan für finale Sanierungsarbeiten im Sommer 2026.

Aus Sicht der WGS ist eine transparente Datengrundlage nötig, um Verwaltung und Bauhof mit modernen Methoden spürbar zu entlasten und fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Fraktion bittet die Stadtverwaltung um Beantwortung der Fragen im Sinne einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung.

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