
Am Sonnabendvormittag, dem 27. Juni 2026, zogen die Junggesellen der Junggesellencorporation von 1648 zu Burgdorf durch die Stadt — mit dem altüberlieferten Ruf „Heute wie in jedem Jahr sind die Junggesellen da, um nach alter Tradition Essen und Trinken abzuholen.“ Bei über 30 Grad hatten die rund 30 Mitglieder jedoch eine wichtige Ergänzung im Gepäck: einen Bollerwagen voller Wasserflaschen.
Bereits um 7:00 Uhr startete der Morgen beim Haar-Team Wadewitz in der Braunschweiger Straße — gewohnte erste Station, an der sich die Junggesellen in ihren Kostümen fertigmachen. Das traditionelle Schminken entfiel in diesem Jahr allerdings: Bei den Temperaturen wäre die Farbe ohnehin schnell wieder vom Gesicht geschmolzen. So traten die vier Sammlerpaare ungeschminkt, aber in voller Kostümpracht auf: Pumuckl und Meister Eder, Wickie und Vater Halvar, Tweety und Sylvester sowie eine Krankenschwester mit Arzt.
Begleitet wurden sie wie immer vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Misburg, der mit schwungvollen Klängen durch die Burgdorfer Innenstadt zog. Viele Unternehmen und Privatpersonen unterstützten die Sammler mit großzügigen Geschenken — hier und da gab es auch einen Schluck. Der Bollerwagen mit den Wasserflaschen erwies sich dabei als kluge Entscheidung.
Nach einem stärkenden Zwischenstopp bei Familie Volkmann in der Wallgartenstraße zogen die Junggesellen weiter zum Kreisel an der Hochbrücke, wo Andreas Kanth von der Zurich-Agentur sie erneut empfing und versorgte.
Den emotionalsten Moment des Tages hielten die Junggesellen schließlich am Rathaus II, der ehemaligen Landratsvilla, bereit: Bürgermeister Armin Pollehn und seine Frau Nicole warteten dort bereits auf die Abordnung. Es ist das letzte Mal, dass Pollehn den Junggesellen die Türen öffnet — er scheidet am 31. Oktober aus dem Amt aus. Zum Abschied ließen die Junggesellen die Nationalhymne spielen, bevor man sich mit einem Gruppenfoto verabschiedete.
Das Burgdorfer Volks- und Schützenfest geht heute Abend in die zweite Zeltparty. Den Abschluss bildet morgen der große Festumzug durch die Stadt — auf einer wegen der Hitze verkürzten Route. Zudem wird es in diesem Jahr auch keine Meldungen vor dem Festumzug geben.





































































