
Wer sich mehr als 50 Jahre lang einem Verein oder einer Sache verschrieben hat, wird umgangssprachlich oft als "Urgestein" bezeichnet. Diese eventuell etwas despektierliche Bezeichnung für eine Person, die sich für "ihre Sache" hingebungsvoll engagiert hat, trifft aber wohl für Gisela Bittkau zu. Die ehemalige Ortsvereinsvorsitzende des Burgdorfer Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurde am gestrigen Montag, 11. Dezember 2023, im Kreise "ihrer" Senioren in den verdienten Ruhestand verabschiedet. "Irgendwann muss eben Schluss sein", kommentierte Bittkau ihren Rückzug ins pralle Privatleben.
Bereits 1967, Gisela Bittkau war gerade 13 Jahre alt, trat sie dem Burgdorfer Jugendrotkreuz (JRK) bei, den seinerzeit Helga Bindseil leitete. Es folgte die Station bei der DRK-Bereitschaft Burgdorf (1972) sowie die JRK-Leitung (1983 bis 1999). Nach Helga Bindseil übernahm Bittkau den Ortsvereinsvorsitz (1999), nachdem sie die JRK-Leitung in jüngere Hände übergeben hatte, für zehn Jahre.
Mit ihr als ausgebildete Übungsleiterin für Senioren-Gymnastik, formierten sich ab 1998 nach und nach drei Gruppen, die bis heute bestehen: die "Golden Girls", der "Regenbogenclub" und die "Hupfdohlen". Mit ihrer offiziellen Verabschiedung durch den derzeitigen Ortsvereinsvorsitzenden Gero von Oettingen im DRK-Aktiv-Treff an der Wilhelmstraße, ist für Gisela Bittkau nach insgesamt 25 Jahren auch Schluss mit der Senioren-Gymnastik.
Aber jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne. Für Gisela Bittkau bedeutet dies, dass sie wieder intensiv mit dem Kegeln und dem Schachspiel anfangen kann. "Das hat mir früher schon viel Spaß gemacht, aber es hat häufig an der Zeit gefehlt", sieht Gisela Bittkau ihrem (Un-)Ruhestand ganz entspannt entgegen.





