Sicherheit und monetäre Gründe: Aufpflasterung an der Einfahrt Marktstraße soll erhalten bleiben

Die Aufpflasterung zur Marktstraße sorgt für Diskussionen.
Foto: Bastian Kroll

Die Stadt Burgdorf hat auf eine Anfrage der Fraktion „Freigeist Burgdorf“ vom 5. Januar 2026 zum Verbleib der Aufpflasterung an der Einfahrt vom Hermann-Hoffmann-Kreisel in die Marktstraße reagiert. Sie hat eine Informationsvorlage veröffentlicht, die im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Liegenschaften und Verkehr am Mittwoch, 22. Januar 2026, beraten wird. Die Anfrage der FGB-Fraktion bezieht sich auf die sachlichen Gründe, die gegen die Beseitigung der Rampe beziehungsweise Fahrbahnschwelle sprechen, die bei vielen Burgdorfern Kritik hervorrufen würde.

Aus Sicht der Stadt Burgdorf ist die Marktstraße keine reine Durchfahrts- sondern eine stark frequentierte innerstädtische Straße mit hoher Aufenthaltsqualität. Sie werde täglich von zahlreichen Fußgängern genutzt, darunter viele ältere Menschen, Kinder sowie mobilitätseingeschränkte Personen. Entlang der Straße befinden sich Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Aufenthaltsflächen, die zu einem lebendigen Stadtbild beitragen und einen erhöhten Querungsbedarf des Fußverkehrs bedingen. Aufgrund dieser Situation und der verkehrlichen Gegebenheiten im Umfeld – unter anderem Wirkung der erlaubten Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern auf der Brücke und im Bereich „Vor dem Hannoverschen Tor“ sowie teilweise Tempo 30 in der Bahnhofstraße – sehe die Verwaltung weiterhin sachliche Gründe für den Verbleib der Aufpflasterung.

Die Aufpflasterung erfülle eine wichtige Funktion zur Verkehrsberuhigung, insbesondere als spürbare Reduzierung der Einfahrgeschwindigkeit in die Marktstraße. Damit trage sie maßgeblich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei und unterstütze die Wahrung der Aufenthaltsqualität in der Marktstraße. Die mögliche ersatzlose Entfernung der Rampe würde voraussichtlich zu einer Zunahme der Einfahrgeschwindigkeiten führen und somit neue Risiken für den Fußverkehr schaffen. Die verkehrssichernde Wirkung überwiege die damit verbundenen Einschränkungen wie beispielsweise für Liegendtransporte und den Busverkehr.

Darüber hinaus lehnt die Verwaltung eine Beseitigung der Aufpflasterung aus Kostengründen ab. Die Rückbaukosten werden auf circa 30.000 Euro geschätzt. Die Stadt Burgdorf befinde sich seit mehreren Jahren in der Haushaltssicherung und sei eine finanzschwache Kommune, weshalb ein verantwortungsvoller und zielgerichteter Einsatz der begrenzten finanziellen Mittel geboten sei.

Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Anlage 1 Anfrage Aufpflasterung Einfahrt Marktstraße , Anlage 2 Antwort durch die Verwaltung , Info-Vorlage-Anfrage.

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