Parkplätze in Heeßel: Kritik an der Situation vor dem Feuerwehrhaus

Die Parkplätze am Feuerwehrhaus in Heeßel sorgen nach wie vor für Diskussionen.
Foto: Bastian Kroll

Im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Liegenschaften und Verkehr ist am gestrigen Donnerstag, 22. Januar 2026, im Ratssaal des Burgdorfer Schlosses über die Parkstände vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Heeßel gesprochen worden. Grundlage war eine Anfrage von Ratsherr Mario Gawlik (Freigeist Burgdorf), nachdem die sieben vorgesehenen Parkplätze nach Angaben der Verwaltung derzeit wie vor dem Ausbau auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen und somit nicht den Feuerwehrkräften bei einem Einsatz.

„Großer Mist“ und „absolute Katastrophe“

Björn Sund (SPD) kritisierte die Lage deutlich und nannte die Situation „großer Mist“. Er verwies darauf, dass die Feuerwehrkräfte im Einsatzfall „ein bisschen unter Druck“ stünden und sie, wenn sie dort parken, sich in Gefahr bringen würden, wenn nachfließender Verkehr an ihnen vorbeifahren wolle während sie schnell ins Feuerwehrhaus wollen. Er bewertete die Situation als „so überhaupt nicht hinnehmbar“. Sund erinnerte zugleich daran, dass die Fahrbahn früher breiter gewesen sei. Heute würden theoretisch zwei Fahrzeuge im Begegnungsverkehr vorbeipassen, der Platz sei aber eng bemessen. Gerade, wenn dann noch Feuerwehrkräfte aus ihren Fahrzeugen aussteigen wollen.

Ähnlich scharf formulierte Ariane Thieleking (CDU). Sie sprach von einer „absoluten Katastrophe“ und verwies auf die Verengung der Straße. Thieleking sagte, dass der einzige noch aktive landwirtschaftliche Betrieb in Heeßel mit großen Maschinen nun kaum vom Hof komme, weil die Straße genau an dieser Stelle schmaler gemacht worden sei.

Bürgermeister Armin Pollehn zeigte sich ebenfalls irritiert. Es wundere ihn, „dass die Region die Gründe nicht bewertet hat“, sagte er in der Diskussion.

Region: Keine Sonderparkplätze für bestimmte Gruppen

In der von Pollehn vorgestellten Information der Verwaltung wird die Haltung der Verkehrsbehörde in Hannover so zusammengefasst, dass Parkflächen im öffentlichen Verkehrsraum nicht für bestimmte Personengruppen ausgewiesen werden sollen. Ein Zusatzzeichen, das das Parken nur für Angehörige der Feuerwehr zulässt, sei demnach nicht vorgesehen. Außerdem wird in der Vorlage darauf verwiesen, dass die Parkflächen vor der Sanierung der Ortsdurchfahrt identisch beschildert gewesen seien.

Ideen aus Heeßel: Parkausweise oder Parkverbot mit Ausnahme

Ortsvorsteher Peter Nicks verwies darauf, dass das Problem der Parkplätze seit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in Heeßel bestehe. Dadurch, dass diese der Allgemeinheit zur Verfügung stünden, gebe es für die Feuerwehrkräfte bei einem Einsatz unter Umständen keine Parkmöglichkeiten. Er brachte die Idee ins Spiel, die Parkplätze als Anwohnerparkplätze auszuweisen, und den Feuerwehrkräften dann Parkausweise auszugeben. Damit könnten die Parkplätze dann auch besser kontrolliert werden. Die Verwaltung nahm diesen Vorschlag auf.

Nicks nannte zudem eine zweite Möglichkeit. Er regte an, eine Umwidmung vorzunehmen und ein gänzliches Parkverbot einzurichten. Damit die Feuerwehrkräfte bei einem Einsatz dennoch dort ihr Fahrzeug abstellen können, könne man Ausnahmegenehmigungen für die Einsatzkräfte ausgeben. Thieleking bewertete diesen Ansatz positiv und sagte: „Die Idee finde ich extrem gut.“

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