
Im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Liegenschaften und Verkehr ist am gestrigen Donnerstag, 22. Januar 2026, im Ratssaal des Burgdorfer Schlosses vor rund 25 Zuhörern über mehrere verkehrliche und stadtentwicklungspolitische Themen beraten worden. Wir berichteten bereits ausführlich über die Beratungen zur Fahrradstraße in der Burgdorfer Nordstadt, den Bahnübergang in Ahrbeck, die Verkehrssituation in Sorgensen sowie im Brüder-Grimm-Weg in Burgdorf wie auch die Parksituation vor dem Feuerwehrhaus in Heeßel.
Antrag zu Querungen und Bahnübergang
Anika Lilienthal (FDP) trug einen Antrag vor, mit dem die Verwaltung beauftragt werden sollte, bei der Region Hannover eine Fußgängerbedarfsampel an der Kreuzung Burgdorfer Straße/Worthstraße zu beantragen und zu installieren. Zudem sollte ein Fußgängerüberweg an der Kreuzung Freiengericht/Worthstraße beantragt und installiert werden. Darüber hinaus sollte geprüft werden, welche Möglichkeiten zur Entschärfung des Bahnübergangs getroffen werden können. Weitere Wortmeldungen gab es vor der Abstimmung nicht. Der Antrag wurde angenommen, nachdem Anika Lilienthal und die Bündnisgrünen dafür stimmten, die CDU mit zwei Stimmen dagegen stimmte und die SPD sich enthielt. Der Antrag muss nun noch vom Stadtrat abgesegnet werden.
Hochbrücke: Sanierung und Monitoring
Beim Tagesordnungspunkt zur weiteren Vorgehensweise an der Hochbrücke ging es um Sanierung und Monitoring des Bestandsbauwerks. Die Verwaltung machte deutlich, dass die Planungen für eine neue Brücke weiter vorangetrieben werden. Bürgermeister Armin Pollehn (CDU) drängte darauf, dass die Übergänge von den Dämmen zur Brücke „schnellstmöglich“ saniert werden müssten. Zugleich ließ er wissen, dass er nicht an den Bestand der Brücke bis ins Jahr 2044 glaube. „Da bin ich konservativ“, sagte Pollehn. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.
Burgdorf GmbH für Immobilien- und Projektflächen
Einstimmig beschlossen wurde auch ein Auftrag zur Vorbereitung einer „Burgdorf GmbH“ zur aktiven Entwicklung städtischer Immobilien- und Projektflächen. Robert Apel (CDU) betonte, über die Notwendigkeit gebe es „in diesem Raum keine zwei Meinungen“. Ziel sei, dass die Verwaltung die Gründung vorbereite und die grundsätzliche Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags festlege. Details sollten anschließend „in kleinerer Runde“ beraten werden; Apel verwies dabei auf eine weitere Beratung mit Blick auf eine Abstimmung im Rat am 19. März und unterstrich: „Mir ist wichtig, dass wir zu einer gemeinsamen Lösung kommen.“ Björn Sund (SPD) sprach sich ebenfalls dafür aus, zunächst eine Grundsatzentscheidung zu treffen und danach den Vertragsentwurf zu besprechen.
