FGB-Fraktion fordert klare Ziele für Präventionsrat in Burgdorf

Die Fraktion Freigeist Burgdorf hat einen Antrag in die politischen Gremien eingereicht, der die Weiterentwicklung und Strukturierung des Präventionsrates Burgdorf behandelt. Die Beratungen beginnen mit der Vorberatung im Ausschuss für Soziales, Integration, Prävention und Gleichstellung am Dienstag, 3. März 2026, gefolgt von einer Empfehlung im Verwaltungsausschuss am Dienstag, 17. März 2026, und der abschließenden Entscheidung im Rat am Donnerstag, 19. März 2026.

Der Antrag umfasst eine Ergänzung der Beschlussvorlage zur Zieldefinition und Arbeitsweise des Präventionsrates, die auf eine gemeinsame, abgestimmte Zieldefinition abzielt. Innerhalb von sechs Monaten nach der Konstituierung des Präventionsrates soll ein priorisierter Zielrahmen für Burgdorf entwickelt und dem Rat vorgelegt werden. Dabei sollen spezifische Handlungsfelder berücksichtigt werden, in denen ein erkennbarer präventiver Bedarf besteht. Diese umfassen unter anderem die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Schulabbruchrisiko, Gewaltprävention im öffentlichen Raum, die Stärkung von Sprach- und Integrationskompetenzen sowie den Schutz und die Förderung von Mädchen und Frauen. Außerdem wird die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Schulen, Polizei und Ehrenamt gefordert sowie die Entwicklung von Sicherheitskonzepten für Zonen subjektiver Unsicherheit, wie beispielsweise am Bahnhof, an Flüchtlingsheimen oder Schulhöfen. Zusätzlich soll der Abbau von Integrationshemmnissen durch erleichterte berufliche Tätigkeiten für zugewanderte Personen vorangetrieben werden.

Zur Sicherstellung einer wirkungsvollen und realistischen Arbeitsweise soll sich die Lenkungsgruppe des Präventionsrates jährlich auf maximal zwei priorisierte Themenfelder konzentrieren. Hierfür werden ein klarer Arbeitsauftrag, eine federführende Stelle sowie ein angestrebter Zeitrahmen benannt. Zudem ist eine jährliche Berichterstattung an den Rat vorgesehen, welche über gesetzte Schwerpunkte, eingeleitete Maßnahmen und erkennbare Entwicklungen informiert.

Die Begründung des Antrags unterstreicht die wichtige Rolle des Präventionsrates als Schritt zur Stärkung präventiver Strukturen zum Schutz der Bevölkerung in Burgdorf. Die vorgeschlagenen Ergänzungen sollen von Anfang an klare Zielorientierung, Transparenz und Nachvollziehbarkeit gewährleisten. Der Präventionsrat lebe vom Zusammenwirken vieler Akteure aus Verwaltung, Ehrenamt, Schulen, Polizei und Politik. Eine gemeinsame Verständigung über Prioritäten und messbare Fortschritte wird als Stärkung des Vertrauens in die Arbeit des Gremiums verstanden und soll die konstruktive Zusammenarbeit über Fraktionsgrenzen hinweg erleichtern.

Ausführliche Informationen stehen in den Ratsunterlagen zur Verfügung: Antrag , Änderungsantrag der Fraktion FGB vom 23.02.2026.

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