Wertstoffinseln in Burgdorf sollen wieder sauberer werden

 Die Altkleidercontainer am Kleinen Brückendamm: Ein Beispiel, wie es nicht sein soll.
Foto: Stadt Burgdorf

„Burgdorf soll sauber bleiben.“ Mit diesem Slogan geht die Stadtverwaltung gegen verdreckte Wertstoffinseln in der Kernstadt wie auch in den Ortsteilen vor. Am heutigen Mittwoch, 29. April 2026, trugen Bürgermeister Armin Pollehn, Insa Borchers, Leiterin der Abteilung Stadtplanung und Umwelt, sowie Britt Hiller aus dieser Abteilung ihre Sorgen und Nöte, aber auch Lösungsansätze gegenüber dem AltkreisBlitz vor.

Das Thema Müllentsorgung nimmt derzeit im Rathaus einen breiten Raum ein. Die aufgestellten Container wie Restmüll, Altkleider, Glas und Papier quellen oft über, der Müll wird – und das ist illegal – vor den Containern abgelegt. Dazu kommt noch die illegale Müllentsorgung auf Spielplätzen, in Waldgebieten oder auf öffentlichen Flächen und sonstwo in der Stadt. „Und das nimmt zu“, wusste Insa Borchers zu berichten.

Britt Hiller zeigte auf, wo und wie das Problem beginnt und wie es womöglich gelöst werden könnte: „Ein Beispiel ist die Wertstoffinsel am Kleinen Brückendamm“, sagte sie. „Die Container werden in der Regel zweimal in der Woche geleert, der Altkleidercontainer einmal.“ Die Folgen seien die Umweltverschmutzung, die Gefahr von Schädlingsbefall und hohe Entsorgungskosten. Die Ursachen dieser illegalen Müllentsorgung könnten Unwissenheit, Bequemlichkeit und fehlendes Verantwortungsbewusstsein sein.

Wie Insa Borchers, Britt Hiller und Armin Pollehn betonten, solle auf die Bevölkerung zugegangen werden. Die Möglichkeit, wie sie in Lehrte praktiziert wird, die Container abzuschaffen, sei für Burgdorf nicht die richtige Alternative. „Wir müssen die Bürger für dieses Thema sensibilisieren und ihr Verantwortungsbewusstsein wecken“, sagte Pollehn.

Es bestehe die Möglichkeit, Beschilderungen in mehreren Sprachen aufzustellen, auf ein Bußgeld hinzuweisen und als Konsequenz auch Verstöße durch das Ordnungsamt der Stadt zu ahnden. „Wir wissen, dass das ein schwieriges Thema ist“, sagte Pollehn. „Wir sollten aber nicht in Resignation verfallen.“ Insa Borchers fügte abschließend hinzu: „Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Wir werden aber an das Verantwortungsbewusstsein appellieren. Das ist ein Ansatz.“

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